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Die EAGLES live am 07. Juni 2009 in Berlin Bericht: Matthias "Matti" Richter Fotos: Matthias "Matti" Richter
Dieses Jahr bot sich nun endlich diese Möglichkeit, und ich lud sie kurzerhand zu meinem Geburtstag ein *fg*... Bedingt durch den Tourstress war es ihnen jedoch nicht möglich nach Görlitz zu kommen, also trafen wir uns einen Tag später in Berlin. Gegen 11.00 Uhr setzten wir uns bei bewölktem Wetter in Bewegung und kamen bei Dauerregen in Berlin an. Wir fanden einen Parkplatz direkt vor der Haustür der O2 Arena. Mein Freund Lehmi stand etwas ratlos hinter dem Auto und grübelte, wie wir trocken durch den Regen kommen. Er sagte zu sich: "wir haben eine Heckklappe und einen Regenschirm", ich rief: "Ich nehme den Schirm!". Kurz darauf kam die zweite Abteilung aus Chemnitz, und wir bildeten eine Reisegruppe. Nach dem Durchzählen fuhren wir Richtung Zentrum, besichtigten alles was sich uns zwischen Potsdamer- und Alexanderplatz in den Weg stellte (oder nicht mehr stand) tranken einige leckere alkoholische Getränke, zählten noch mal durch und fuhren zurück zur Arena. Mittlerweile strömten dort Menschen aus allen Richtungen zu dem gewaltigen Bau hin. Wir nahmen es gelassen, öffneten den Kofferraum und stärkten uns mit leicht angewärmten Pilsnern. Die Spannung stieg! Es muss kurz nach 19.00 Uhr gewesen sein, als wir unsere Plätze im Oberrang fanden (nichts für Leute mit Höhenangst). Uns bot sich ein toller Ausblick, aber wir machten uns Sorgen um den Sound. Kurz nach 20.00 Uhr war es endlich soweit. Die Herren kamen in dunklen Anzügen mit weißen Hemden und schwarzen Krawatten und einigen Begleitmusikern, darunter eine Vier-Mann-Bläser-Crew, ein zusätzlicher Schlagzeuger sowie ein weiterer Gitarrist namens Stuart Smith, auf die Bühne. "How long" ist als Opener ja wie geschaffen (Der Sound stimmte). Dann begrüßte Glenn Frey alle ca. 11.000 Besucher und sagte: "Hello Berlin, we are the Eagles, we are the ancient ones, the band that wouldn't die." Don Henley sagte 1994 einen ähnlichen Spruch: "Wir haben uns nie getrennt, wir haben nur 14 Jahre Urlaub gemacht." Außer der Begrüßung, weniger kurzer Ansagen und der Bandvorstellung waren die Adler eher wortkarg. Störte mich aber nicht weiter, dafür sind es ja Musiker... und was für welche! Es folgten "I Don't Wanna Hear Anymore" und "Guilty Of The Crime". Dann erklang eine einzelne Trompete und aus diesem Vorspiel entwickelte sich das legendäre "Hotel California". Ab diesem Zeitpunkt gab es kein Halten mehr. Es kam die Zeit, da passten die Anzüge immer weniger zur Musik, insbesondere als Joe Walsh mit gewaltigen Gitarrensolis die Hütte rockte. Die Anfangssechziger verabschiedeten sich mit "The Long Run" in die Pause. In dem Alter muss man sich die Kräfte eben einteilen. Der zweite Teil begann mit "No more walks in a wood" (acappella!!!). Ich war wieder mal hin und weg, wie es möglich ist, mit vier Stimmen eine Soundfläche hinzuzaubern, wo die Terzen so eng aneinander liegen, dass es fast schon quietscht. Etwas, das anderen mit einem Keyboard nicht gelingt. In fast demokratischer Art und Weise wechselten sich die vier Musiker mit den Solostimmen der Titel ab. Die wunderschöne Ballade "Love will keep us alive" von Bassist Timothy B. Schmit, "Life's Been Good", "Take It To The Limit", "Heartache Tonight" und "Life In The Fast Lane" und Don Henleys "Boys Of Summer" bildeten das große Finale vor der Zugabenrunde. Endlich bekam ich mein Geburtstagsständchen: "Take it easy" passt ja nun wirklich wie die Faust auf's Auge zu mir. Joe ließ mit sehr kraftvollen Titel "Rocky Mountain Way" noch mal richtig "die Sau raus" und beendet wurde die Show weit nach 23.00 Uhr mit "Desperado". Nachdem Konzert haben wir unsere Reisgruppe noch mal durchgezählt, dann verabschiedeten wir uns, und ab ging's auf die Piste, aber nicht ohne zu "tanken". Insgesamt kann ich sagen, dass ich soviel Perfektionismus noch nie in Aktion erlebt habe. Ich frage mich, wie es möglich ist, nicht mal eine kurze Stimmprobe vor dem Satzgesang zu machen, oder die Titel starten zu lassen, ohne hörbaren Einzähler. Dazu eine eher spartanische Licht und Videoshow... aber warum auch? Es ging ja um die Musik. Sicherlich hätte ich noch gern "Tequila Sunrise" oder "New Kid In Town" gehört, trotzdem war es ein sehr erfüllter Abend. Immer noch habe ich ein leichtes Pfeifen in den Ohren und genieße es mit einem breiten, zufriedenen Grinsen im Gesicht. Ich danke Euch Adlern und wünsche Euch weiter guten Flug! geschrieben unter zu Hilfenahme eines Artikels von Peter E. Müller Foto Impressionen: ![]() ![]() ![]() ![]()
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