Bericht:
Marion Mikos

Fotos:
Pressebilder (Illustration),
Marion Mikos (Livebilder)






New York - 18. Februar 2011
Ich hatte die Gelegenheit ein Konzert des Violinkünstlers David Garrett in seiner Heimatstadt New York zu sehen. Die Tournee zu seinem aktuellen Album "Rock Symphonies" begann in Deutschland im letzten Jahr, und setzt sich bis Ende Februar 2011 in den USA fort. Das Konzert in New York war etwas Besonderes, denn die meisten der Freunde des Künstlers waren anwesend. Aus diesem Grund wurde die Sitzplatzkapazität erweitert. Ich saß inmitten seiner Freunde, schräg vor mir Davids Bruder Alexander.


David Garrett (Pressefoto)

Das Konzert war ein wenig anders konzipiert, als hier in Deutschland. Es wurden mehr Stücke aus David Garrett's vorangegangenen Alben, "Virtuoso" und "Encore" gespielt. Stücke wie "Csardas" und "Zorbas Dance" hatten einen hohen Wiedererkennungswert im Publikum. Zum Violinspiel kann man eigentlich nicht viel sagen, denn es ist nach wie vor fehlerfrei, sehr gefühlvoll und stark. David Garrett war gut drauf und wollte seinen Freunden zeigen, was er kann. Allerdings muss ich dazu sagen, dass diese (vor allem die weiblichen) mehr daran interessiert waren zu telefonieren und herumzulaufen, als sich auf das Konzert zu konzentrieren; mit Ausnahme seines Bruders. Interessant fand ich, dass die klassisch-orientierten Stücke nicht ganz so enthusiastisch "gefeiert" wurden. Zum Teil wusste man nicht so genau wann ein Stück endete und klatsche mitten in das Spiel. Ein Großteil des Publikums ist klassische Musik offenbar nicht gewöhnt.

Ein Stück fiel mir besonders auf: "AIR" von Bach. Ein sehr bekanntes Stück, neu arrangiert von David Garretts erstklassigen Gitarristen Marcus Wolf. Nur mit Violine und Akkustikgitarre brachte das Lied eine ganz besondere Atmosphäre in den kleinen Konzertsaal. Weil ich das Stück "AIR" so wunderbar finde habe ich die Aufnahme gefilmt, was zwar verboten aber nicht schwer war, denn ich saß ziemlich "sicher".

Die Rockstücke, die David Garrett für die Violine entsprechend bearbeitet hat, wurden mit frenetischem Beifall bedacht. Ich kannte sie mit großem Orchester im Hintergrund; hier war nur die Band. Trotzdem hatten alle Stücke einen erstklassigen Sound und wirkten auch ohne Orchester hervorragend. Bei der Deutschland Tournee wurde viel Pyrotechnik verwendet, viel Show gemacht - hier nicht und ich muss sagen, es gefiel mir besser. Aber man kann wohl nicht auf eine Show verzichten wenn man große Hallen vor sich hat, denn man darf eines nicht vergessen, es gibt keinen Gesang!

Die Songliste:

Kashmir
The 5th
Live And Let Die
80th Anthem (Eigenkomposition)
Smells Like Teen Spirit
Csardas
November Rain
Smooth Criminal
AIR
Walk This Way
Child's Anthem
Rodrigo
Pirates Of The Caribbean
Zorbas Dance
Rock Symphony (Eigenkomposition)
Rock'n Roll (nur Band)
Asturias
Master Of Puppets
I'll Stand By You
Rocking All Over The World
Hey Jude (Zugabe)




Live-Feeling für Zuhause:
Doppel-DVD "Rock Symphonies"

Pittsburgh - 20. Februar 2011
Auch dieses Konzert hatte ich besucht. Es war die gleiche Songauswahl doch ein völlig anderes Publikum. Ich muss sagen: selten habe ich ein Publikum gesehen, welches erstens so unterschiedlich von Alter her war (Omis mit Gehhilfen, die zu den Rockstücken wild mit dem Kopf wackelten, Ehepaare die nicht zu bremsen waren, Afroamerikanische Leute, Kinder von 6 bis 16 - unglaublich!), und zweitens genau wusste um welche Musik es ging.

Pittsburgh ist eine kleine Stadt! Das Konzert bekam einen völlig anderen Stellenwert, denn auch die Musiker bemerkten, was für ein großartiges Publikum vor ihnen saß. Der Ablauf des Konzertes war zwar derselbe, aber die Stimmung eine andere. Ich glaube, soviel Spaß mit dem Publikum hat auch ein David Garrett nicht ganz so oft. Zum Teil konnte er seine Geschichtchen gar nicht erzählen, weil er so lachen musste. Gegen Ende des Konzertes bekam David Garrett und die Band bei mehreren Stücken Standing Ovations, so dass es immer ein wenig dauerte bis sich das Publikum wieder gesetzt hatte und weitergespielt werden konnte.
Ich muss sagen, dass das Konzert richtig Spaß gemacht hat. Ein erstklassiger Künstler, eine erstklassige Band und ein phänomenales Publikum. Was will man mehr? Eines noch: zu "Pirates of The Caribbean" verließ David Garrett die Bühne und ging ins Publikum, was natürlich frenetisch beklatscht wurde.

Konzert-Empfehlungen:
David Garrett live im "Gewandhaus" zu LEIPZIG am 1. Mai 2011
David Garrett live in der "Philharmonie" zu BERLIN am 2. Mai 2011
David Garrett live in der "Laeiszhalle" zu HAMBURG am 3. Mai 2011
David Garrett live im "Festspielhaus" zu BADEN BADEN am 6. Mai 2011
David Garrett live in der "Alten Oper" zu FRANKFURT am 8. Mai 2011
David Garrett live in der "Philharmonie" zu MÜNCHEN am 9. Mai 2011

weitere Termine unter www.david-garrett.com


Fotoimpressionen:



Live in N.Y.















Live in Pittsburgh