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Hans die Geige live in Dresden am 1. Mai 2010 Bericht: Gundolf Zimmermann Fotos: Gundolf Zimmermann
Am Vorabend des 1. Mai gab es schon MONOKEL in Dresden und zum Feiertag selbst sollte uns zur besten Kaffeezeit der Rockgeiger aus Strausberg aufspielen und zwar Open Air in Dresdens schönstem Biergarten. Schon im vergangenen Jahr erfreute uns Hans hier mit zwei Auftritten. Die Rede ist vom „Augustusgarten“. Dieser idyllische Biergarten liegt direkt am Dresdner Elbufer zwischen dem Finanzministerium und der Augustusbrücke. Mitten in der Großstadt ist dieser Biergarten eigentlich eine Oase der Ruhe und Entspannung. Hier kann jedermann mal eine kurze Auszeit nehmen und bei Kaffee oder Bier den Ausblick auf die Elbe sowie die Silhouette der Dresdner Altstadt mit den Brühlschen Terrassen und der Frauenkirche genießen. Doch gestern wollten wir natürlich den Künsten von Hans Wintoch lauschen. Ich durfte erfreut feststellen, dass sich unsere Werbung im Internet doch gelohnt hat, denn ein reichliches Dutzend (Ost-)Rock-„Verrückter“ aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis war am Ort des Geschehens versammelt. Dazu kam natürlich noch jede Menge Laufkundschaft, und das obwohl die Sonne uns gestern nicht gerade verwöhnte. Hans die Geige freute sich sichtlich so viele bekannte Gesichter zu sehen und natürlich hatte er schon vor dem Konzert für jeden ein liebes Wort. Hans ist einfach sehr sympathisch, eine ehrliche Haut und der nette Kumpel von nebenan. Von seinen musikalischen Qualitäten brauchen wir da noch gar nicht zu reden. Bei Gesprächen, Bier und Bratwurst vertrieben wir uns die Zeit bis der Rockgeiger auf der Bühne aktiv wurde. Hans die Geige spielte zwischen 16.00 und 19.00 Uhr insgesamt drei Blöcke. Natürlich spielte er sehr viele seiner bekanntesten Stücke. Auch von seinen Sangeskünsten konnten wir uns wieder überzeugen, wobei seine Ostrockhymne „Unsere Zeit“ für mich persönlich der absolute Knaller war. Zwischen den Liedern erzählte Hans wieder einiges über die Songs und er hatte auch den einen oder anderen Scherz auf den Lippen. Eingeweihte wissen zum Beispiel, dass Hans da auch schon mal über verschiedene T-Shirts plaudert. Leider hatte das Wetter diesmal wirklich kein Einsehen, zeitweise regnete es sogar leicht. Das konnte aber weder den Musiker, noch seine Universalgehilfin Dani und das Publikum schon gar nicht erschüttern. Der Rockgeiger wandelte den ganzen Nachmittag wieder zwischen Klassik, Rock und Pop hin und her. Keiner geigt so schön, wie Hans, einfach unverwechselbar. Dabei ist es auch völlig egal, ob er eigene Stücke spielt oder auch mal Anleihen bei Bach („Ave Maria“) oder anderen Künstlern nimmt. Hans greift dabei natürlich auf Sachen zurück, die ihm persönlich gefallen und die ihm auch liegen. Zum Beispiel liebt er „Dust in the wind“ von Kansas sehr am Herzen und das spürt man, wenn man ihm zuhört. Auch den Joe Cocker hat er sich gestern nicht nehmen lassen. Die Rockgeiger-Version von „Up where we belong“ hat einfach Seele und steht dem Original eigentlich in nichts nach. Als kleine Überraschung spielte er auch einen kurzen Ausschnitt aus seinem neuen Programm vor. Das war ein schlauer Schachzug von dem alten Fuchs, denn am 21. Mai 2010 will er diese Show im „Alten Teichhaus“ Ottendorf–Okrilla ausführlicher vorstellen. Ich verrate mal soviel, dass der Rockgeiger ein Lied von Queen als Appetithappen angespielt hat. Mich hat er gestern damit jedenfalls sehr neugierig gemacht. Viel Zeit zum Abhängen hatten wir nach der Mugge nicht mehr, denn der nächste Termin wartete schon im Kunsthof Gohlis auf uns.
Fotoimpressionen:
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