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Bericht: Hanni Möller Bilder: Hanni Möller (Livefotos) Zeche Bochum (Logo im Text)
Langsam aber bereits voller Hochstimmung im Publikum baut sich das Konzert auf: die Bühne wird beleuchtet, der Saal gedunkelt, das Hamburger Heimatlied vom Hamburger Jung wird von Band eingespielt, danach die Fußball-Hymne „It's coming home“. Im Publikum ist sofort Dampf, Hände strecken gen Himmel, Tanz, Erwartung, Mitgesang. Die 8-Mann-Kapelle kommt einzeln zelebriert und umjubelt auf die Bühne: es beginnt mit dem Keyboarder und einem Soundelement aus seinem Instrument, dann Saxophon, die Ladies vom Gesang, Schlagzeug, Bass, Gitarre ... Lotto „der King“ betritt als Letzter das Feld und startet direkt in den
ersten Song („... zu alt um jung zu sterben ...“), der auch der Opener der neuen CD ist.
Lotto hat seine Leute im Griff sozusagen, die Stimmung muß nicht weiter aufgebaut werden, aber vielleicht ist das auch ein Problem (für mich): ein Selbstläuferkonzert, das auch funktioniert, wenn die Musik vom Band käme. Es geht den Fans um Party, gute Stimmung, Bier. Was auch sein darf – aber in der Form war es für mich zu überdreht. Ausschlaggebend dabei sicher, daß es schlicht zu laut war und dabei auch schlecht gemischt; die Gitarre war unter allem nicht zu hören (wenn sie nicht gerade in einer Art Solo nach vorne gesteckt wurde). Es war eines dieser Konzerte, die live ausschließlich von einer gewissen Atmosphäre leben und weniger vom Sound, und wo die Musik von CD einfach besser daher kommt.
1996 zog ich nach Hamburg – da kam gerade Lottos erstes Werk raus. Ich wohnte auch noch in Barmbek, Lotto war von Beginn an Thema in Hamburg. Man las und hörte hier und da von ihm, er schuf sich über die Jahre ein stetes Werk und blieb sich treu. Die Fußball-Liebe zum HSV (Hamburger Sportverein) sei auch erwähnt für all die, die es nicht wissen, und daß es dazu auch ein entsprechendes Album zum Verein gibt. Schaut man sich als Gast auf seinen Konzerten um, so kommt man daran eh nicht vorbei. Ich hab mich an diesem Abend aber schrittweise vom Konzert entfernt, sodaß die Lautstärke nicht mehr hämmerte: im Übergang vom Konzert- zum Barraum sah ich noch live, fühlte aber weniger Bedröhnung ... und dann war da noch das TV-Gerät (!): irgendwann saß ich auf dem Barhocker, nur an der Theke noch zwei, drei Mann in diesem Raum, und sah mir das Live-Konzert auf dieser Mattscheibe an, das hinter der Trennwand gerade ablief. Seltsam aber ok. Irgendwie wollte ich nicht schon so früh gehen, aber Schall und Rauch waren zu hart für meinen Kopf, daß ich das Treiben lieber mit einem kleinen Abstand betrachtete.
Der nächste Termin ist in Frankfurt am 12. November 2011. Für alle, die auf richtige Stimmung wie im Fußballstadion oder an Silvester stehen und dabei aber nicht die alten Schlagerkamellen und Schlagerdeppen ertragen können, ist es eine runde Sache, mal zu Lotto und seinen DreamBoys hin zu gehen. Auf dem aktuellen Album „Was ist eigentlich mit Frank“ gibt es übrigens eine Live-Aufnahme vom Klassiker „Hamburg meine Perle“ aus dem Jahre 2010. Die nächsten Termine: 12.11.2011 - Frankfurt - Badschkapp 13.11.2011 - Stuttgart - LKA-Longhorn 14.11.2011 - München - Ampere 18.11.2011 - Osnabrück - Alando Palais 19.11.2011 - Flensburg - MAX 24.11.2011 - Kiel - Sophienhof 29.12.2011 - Bremen - Schlachthof 07.01.2012 - Kiel - Sparkassenarena 27.01.2012 - Hannover - Capitol 28.01.2012 - Hamburg - Rieckhof nähere Infos und weitere Termine auf der Homepage des Künstlers... Bitte beachtet auch: - off. Homepage von Lotto King Karl: www.lottokingkarl.de - Homepage der "Zeche" in Bochum: www.zeche.com - Homepage der Agentur Karsten Jahnke: www.karsten-jahnke.de
Live-Impressionen:
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