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Dominique Marquee live in Hamburg am 12. März 2011 und 19. März 2011
Bericht: Holger Stürenburg Fotos: Pressematerial
Vorband: A Boy named River Die in Hamburg lebende Deutsch-Kanadierin DOMINIQUE MARQUEE nennt ihre Musik "PogoPrinzessinnenPunkPop". Dies trifft nicht nur den Nagel auf den Kopf, sondern stellt, alleine anhand der Wortwahl dieses Werbeslogans, die kreative Besonderheit der 27jährigen heraus. Dominique - der Verfasser dieser Zeilen lernte sie beim "Peter Holler Memorial" Konzert am 21. Oktober vergangenen Jahres im "KNUST" kennen - ist die personifizierte Pogo-Punk-Pop-Prinzessin, die seit ihrem zwölften Lebensjahr mit eigenen Songs auftritt und - dies pfeifen die Spatzen von den Dächern der Freien und Hansestadt - vielleicht noch 2011, ansonsten spätestens nächstes Jahr, ihren großen Durchbruch schaffen wird; jenseits aller doppelnamigen Lenas und kollabierender Bohlen-Möchtegerns. Dominique und ihre Begleitmusiker (Bass: Svendrix, Gitarre: Jens Fricke, Schlagzeug: Rüdiger Hensel plus Chorgesang) bewiesen erst am vorvergangenen Samstagabend (12.03.2011) im Hamburger Edelclub "Prinzenbar", hinter dem sog. "D* Club" (einst: "KNOPF's Music Hall", dann "DOCK's Music Hall"), vor rund 100 interessierten Zuschauern, wer die legitimierten Nachfolger von liebgewonnenen 80er-Wave-Legenden a la "Blondie" oder "Pretenders" sind! Die bildschöne junge Dame mag zu deren Hochzeiten noch kaum geboren gewesen sein, aber sie hat ihre Lektion in Sachen New Wave, Gothic und 77er-Original(!)punk längst in bester Manier gelernt!
Zwischen trübem Gothic-Blues, düsteren Balladen, Folkpunk (Gruß an die seligen "Pogues"), Rockabilly und straightem Rock'n'Roll, war alles dabei, was das Herz eines ‚Musikreaktionärs', dessen klangliche Vorliebe in den 80ern stehen geblieben ist, begehrt! Sänger Daniel Nerlich und seine Mitstreiter machten einen super netten Eindruck; die vier Wave-Rocker wirkten keinesfalls arrogant oder abgehoben, aber sehr professionell und karriereorientiert. Die Band hat alle Chancen und zudem bereits einige der Lieder ihrer gerade aufgenommenen ersten Platte auf myspace veröffentlicht (s.u.). Die Anfänge sind vielversprechend, aber an den endgültigen Arrangements muß noch ein wenig gearbeitet werden! Und dies wird auch geschehen. Live klingen "A Boy Named River" auf jeden Fall erdiger, kraftvoller als auf myspace, weshalb die Band ja auch an der Verkleidung der tollen Songs feilen wird.
Sechs eigene Songs hat sie bereits, unter der Regie von Produzenten-Heroe Stephan Gade (u.a. "The Land", 1992/93), aufgenommen. All diese stellte sie, zusammen mit ihrer gut eingespielten Truppe, am 12. März d.J. in der "Prinzenbar" vor. Dominique startete ihr Gastspiel mit dem nervösen, latent an Lou Reed erinnernden Gitarrenrocker "Sweet Machine", gefolgt von "Try to Figure out"; hier trafen das Mädchenhafte, Verspielte einer Kate Bush auf "Lullaby" und andere Songs von "The Cure" aus deren 1989er-Meisterwerk "Disintegration" - wobei die Hübsche weitaus mehr Wert auf rockige, laute, aber niemals nervtötende Elemente legte. Nun ertönten erst mal die bislang unveröffentlichten New-Wave-Dramen "Mexico" und "Wolf, Wolf"; teils in voller Bandbesetzung; hier setzte die Lady des Abends auf Chordame "Singende Säge" und einen Gitarristen, der sein Instrument mit einem Geigenbogen bearbeitete. "Idiot" glänzt als phänomenale Punkballade; gerade hier vernimmt man/n die enorme Erotik, die in Dominiques Stimme steckt! "The Cure" treffen auf "Golden Brown" der "Stranglers" - die junge Dame hat echt Talent, "gestern" mit "heute" zu verbinden! "In my Sleep" ist ein knackiger Punk-Blues-Gothic-Verschnitt, der das "Feenhafte", Mystische, Verträumte von Dominique besonders intensiv an den Tag legt! Zur ersten Download-Single "MONSTAS" hatten Dominique und ihre Freunde ein schier phantastisches Video gedreht (bei uns zu sehen in ihrem Portrait in der Rubrik "INSIDER-TIPP" - Direktlink: HIER). Am 12. März bot dieser schnelle, heftige Punkrocker, nach den bislang unveröffentlichten Songs "Out of Control" (ein genialischer Heavy-Punkblues!) und "Rock'n'Roll Boy", den vorläufigen Abschluss für Dominiques Auftritt in der "Prinzenbar". Der Clip spielte an diversen interessanten Stellen der Freien und Hansestadt Hamburg; teils vor dem Fernsehturm (vulgo: "Tele-Michel"), dem Altonaer Rathaus, dem einstigen "IGA"-Gelände (heute: "Planten und Blomen") und Straßenzügen von St. Pauli. Die Darsteller tragen alle bunte Horror-Masken; was dem ganzen einen surreal-ironischen Kontext verleiht. "Monstas" könnte durchaus einer der Rockhits a.D. 2011 werden. Das Lied hat Potential und wird jungen Leuten genauso aus dem Herzen sprechen, wie bereits jetzt uns "Alt-80ern". Und das Video ist m.E. einfach nur "cool"! Zwei Titel gab es als Zugaben. "Fuck you very much" nannte sich die erste derer; eine klasse Punkballade; nur... ich bin nicht erst seit gestern in der Musikszene. Die Frage, ob das aufstrebende junge Talent mit solchen Songs bzw. Texten ins Radio kommt, bleibt offen. Das Lied als solches ist phantastisch, der Text... eigentlich auch super, aber, die heutige Medienlandschaft erlaubt nicht allzu viel Quergedachtes... "Massive Destruction", die letzte Zugabe der Punkrock-Schönheit, bedeutete bei genauem Hinhören das ganze Gegenteil einer massiven Destruktion... Um es kurz zu machen: DOMINIQUE MARQUEE hat die Chancen, der "Shooting Star" 2011 zu werden! Ob sie nun NUR Englisch singt, oder ggf. zweisprachig, müssen wir besprechen. Ich bin für Deutsch bzw. Zweisprachig. Ich bin nur der Ratgeber. Sie entscheidet! Und sie hat alles drauf, was einen kommenden Star ausmacht!
Dominique als Vorband für die Gruppe "206" Am Samstag dem 12. März 2011 gastierte die bildhübsche, in Hamburg ansässige Deutsch-Kanadierin DOMINIQUE MARQUEE als Hauptband im St. Paulianer Kiez-Club "Prinzenbar". Eine Woche später, am Samstag dem 19. März 2011, machte die selbsternannte "Pogo-Punk-Pop-Prinzessin" (Eigeneinschätzung) Halt im "Übel & Gefährlich", einst "Bunker" genannt, nahe des Hamburger Schanzenviertels, zwischen Heiligengeistfeld und Schulterblatt. Diesmal als Einleiterin der - ich komme später noch darauf zurück - wahrlich leckeren Deutschpunk-Combo "206". Wenn Dominique auf der Bühne steht gelingt es ihr, sorgenvollen Menschen ihre Sorgen für einen gewissen Zeitraum vergessen zu lassen. Dazu ist nicht jeder in der Lage! Mit ihrer genialen Mixtur aus ernsthafter, hoch talentierter, überaus kreativer Sängerin, Liederschreiberin, Gitarristin und ‚Selbstdarstellerin' und naivem, lächelnden, kessem Jungmädchen-Charme wird sie es schaffen! Ich garantiere: Heute in einem Jahr, März 2012, weiß keiner mehr, wer Lena Doppelname ist... aber - und so sagte ich es meiner in München lebenden Frau Mama (knapp 76), dann könne sie Dominique in einer ausverkauften "Olympiahalle" bewundern!
In ihren Texten ist der Nachwuchspunk nicht zimperlich. So heißt einer ihrer selbstverfassten Waverock-Balladen "Fuck you very much". Ob das radiotauglich ist, müssen wir noch erörtern ;) dennoch ist das Lied umwerfend ehrlich: "I'm not a Special Offer". Nein, Dominique ist echt kein "Sonderangebot", sie ist exklusiv und exquisit! Ihre aktuelle Downloadsingle "Monstas" ist für mich und nicht wenige Freunde bereits DER Ohrwurm 2011, ein frecher, schneller, durchaus sacht aggressiver Punkrocker, zu dem die Dame einen Videoclip gedreht hat, im Rahmen dessen man nicht nur im Fantasy-Stil maskierte Komparsen sieht, eine kleine visuelle "Stadtrundführung" durch Hamburg erfährt (St. Pauli, Fernsehturm, Altonaer Rathaus etc.), sondern auch erwähntes Gemisch aus ernster Musikerin (wenn sie mit Gitarre im Konzertclub zu sehen ist) und kicherndem Mädchen, wenn sie auf St. Pauli von zwei maskierten "Monstas" gejagt wird. Solange sie nur ein "Elephant" ohne ‚Porzellanladen' ist und nicht auf die Zuneigung mancher Mentoren (wer immer das auch sein mag...) "pisst", bleibt dieser kommende Hit ein Lied meines Lebens : ))) Als lautstark eingeforderte Zugabe, präsentierte Dominique den bislang unveröffentlichten Titel "Massive Destruction". Dominique spielt mit ihrer Schönheit, ihrer Erotik, ihrer mystischen Art und Stimme - keine Frage. Aber, genau das ist ja das, was dazu führen wird, dass es (spätestens 2012) DAS Jahr dieser lieben, kleinen Fee wird! Ich werde mein Bestes tun, dies zu unterstützen!
Kürzlich erschien ihre erste CD (sogar auf Vinyl erhältlich!!!) "Republik der Heiserkeit" (Rezension folgt in Bälde an dieser Stelle!). Vier Songs wurden bereits auf www.myspace.com/zweihundertsechs/music vorgestellt. Mich haben "206" - ich bekam den Link erst vor wenigen Tagen von Dominique übersandt - von Anfang an überzeugt. Es ist harter Punk, rasend, aggressiv; es gibt so gut wie keine Refrains; die Band, bestehend aus Tim Voelker (git, voc), Leif Ziemann (b) und Florian Funke (dr), wurde 2008 begründet und sie beweist, dass die deutsche Popkultur ZUKUNFT hat. Auch, wenn wir es den verdummten RTL2-Zuschauern erst beibringen müssen. "206" parodieren den Zeitgeist anno 2011 in "brutalstmöglicher" (Zitat: Roland Koch, Vorsitzender diverser Aufsichtsräte ;)) Manier in lyrisch, sprachlich wirklich höchst lobenswerter Art. Mit "Keine Sonne - Keine Cola" ging es krachend los, es folgte eine vernichtende Analyse des "Denkens" der Jetztzeit, "Kratzer to the Top". Der "Goldjunge" und "Sachlich" brachten sachlich die Dinge auf den wunden Punkt, die "Dauerwerbesendung" übte zynisch Kritik am Mainstream, an der Oberflächlichkeit des Heute und Hier. "Blutig im Schnee" kam nun dran, ein lyrisches Drama aus "Republik der Heiserkeit". woraufhin der betont/provokativ konservativ bekleidete Holger S. grölte "BAAAAAAAAAAAAAAAAADER". Dieses Lied ist auf MySpace zu hören. Ich weiß nicht, wie ich, als RAF-Zeitzeuge, "Baader" einordnen soll - dieser ultraschnelle Punk ist Zeitgeschichte pur! Nix für's Radio, aber phänomenal! Der Titelsong der neuen CD und "Erdbeerlounge" erklangen, ich meine zu vermuten, dass "Republik der Heiserkeit" das Lied, welches das ‚extrabreite' "Junge, wir können so heiß sein" von "206" ist... Mit "Borniert" wurden, zum Glück, mal wieder jene "Bessermenschen" karikiert, die andere, die ihnen grundlos nicht passen, mit Spott und Hohn überschütten! "Hallo Hoelle", die aktuelle Radiosingle, auch auf YouTube zu hören, ist ein Mid-Tempo-Rocker, der garantiert ein großer Erfolg wird. Nach dem "Kältesten Tag der Welt" (aus der neuen CD), verschwanden "206" erst mal von der Bühne, um wiederzukommen, und die "Silbermühle", "Shiny, Shiny", "77a" und "Leidenschaft" lautstark und rebellisch zu proklamieren. Als zweite Zugabe diente das bislang unveröffentlichte Punk-Opus "Hunger" und die Coverversion von "Bad Moon", einem relativ ‚modernen' Song des Jungstars Marlon Ryker. Progressive Anarchie - dies boten "206" am vergangenen Samstag auf. Eine junge Band, die weiß, was sie will! Und das ist auch gut so! Sowohl Dominique Marquee, als auch "206", verwalten die Zukunft deutscher Rockmusik. Wunderbare Bands, junge, nette Menschen, die in den seligen 80ern kaum geboren waren, aber - vielleicht sogar, ohne es zu wissen - die guten, alten Werte jener Tage, als gute Musik noch gute Musik war und kein Ex-und-Hopp-Kommerz, aufrecht erhalten! Ich bin stolz auf Euch!!! Schaut bitte auf o.g. Heimseiten der beiden Bands, um Euch über Konzerttermine schlau zu machen! Es lohnt sich! Bitte beachtet auch: - Off. Myspace-Auftritt der Gruppe "A Boy Named River": HIER klicken - Off. Myspace-Auftritt von Dominique Marquee: HIER klicken - Off. Homepage von Dominique Marquee: HIER klicken - off. Myspace-Auftritt der Band "206": HIER klicken |