Mr. Speiche's Monokel live in der "Heiligen
Mühle" zu Erfurt am 26. Juni 2010



Bericht: Jürgen Naue
Fotos: Jürgen Naue





Nachdem schon 2008 geplant, wegen Krankheit aber verschoben, hat es nun am 26. Juni geklappt. Mr. Speiche`s Monokel Blues Band, neben Engerling sicher die Ost-Blues Gruppe, spielt in der Heiligen Mühle.

Wie der Name schon sagt, ist dies die andere "Monokel"-Variante um Jörg "Speiche" Schütze am Bass und Bernd "Zuppe" Buchholz am Gesang, der auch in den 80er Jahren die Aufnahmen für die Amiga LP einsang. Ergänzt werden sie durch Heinz Glass an der Gitarre, Special Guest "Buzz Dee" von Knorkator an der zweiten Klampfe und Olli Becker am Schlagzeug. Eine Besetzung, die sich durchaus auch sehen lassen kann.

Gegen 15:00 Uhr ging es mit dem Aufbau der Anlage durch eine hiesige Beschallungsfirma los. Die meisten Bands karren ja keine großen Boxen mehr durch die Gegend, die heutige Technik macht's möglich, dass dann auch das gewünschte Equipment vor Ort ist. Das Wetter sah ganz gut aus, bei unseren Mühlen Open Airs der entscheidende Faktor, wieviel Gäste am Ende kommen. Am späten Nachmittag trafen dann auch die einzelnen Musiker ein. Der erste Soundchek versprach schon einiges, ein heißer Blues Abend stand bevor. Einlaß war wie immer ab 19:00 Uhr und 1,5 Stunden später war der historische Mühlenhof schon recht angenehm gefüllt. Neben "Bikern" und älter gewordenen "Blues-Kunden" waren sogar einige junge Leute unter'm Publikum.

Punkt 20:30 Uhr kamen Speiche und seine Mannen auf die Bühne und eröffneten den Abend mit "Kindertraum" und danach gleich "Bye bye Lübben City", der Blueser Hymne. Es war gleich von Anfang an eine gute Stimmung, und die fünf Musiker überschütteten die Leute mit ihrem heißen Blues-Rock. Besonders bei den älteren Songs wie "Boogie Mobil" und "Das Landei" ging beim Publikum die Post ab. Aber auch die Cover Versionen von "Dust My Broom" und die Solo-Einlagen von Heinz Glass und Buzz Dee kamen gut an. Neue Songs waren, wenn auch in der Minderzahl, ebenfalls im Gepäck. Ein Monokel Konzert war ja auch früher schon ein Stimmungs Garant. Im Zugabenteil wurde dann "Hoochie Coochie Man" und natürlich "Schwarze Marie" gespielt.

Dass es zwischendurch zwei kleine Pausen gab, kann man am Rande sicher auch mal erwähnen. Auch war der Mühlenhof zum Schluss richtig gut gefüllt, Monokel hat also noch ein gewisses Publikum, zum Glück wie ich meine. Die guten alten Blues-Zeiten werden zwar nicht wiederkommen, aber ab und an kann man sich schon mal etwas Nostalgie gönnen. Zu erleben war eine kleine Zeitreise durch ein Stück Musik- und Lebensgeschichte echter Urgesteine des deutschsprachigen Blues-Rock.









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