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PUHDYS live am 31. Oktober 2009 in Rammenau (Support: KLARtext) Bericht: Gundolf Zimmermann Fotos: Gundolf Zimmermann
Als man die Wartegemeinschaft dann endlich richtig in die Halle ließ, suchten wir uns erstmal Plätze in Bühnennähe. Die Zeit bis zum Konzertbeginn überstanden wir wie immer mit netten Gesprächen. Natürlich schauten wir auch kurz mal bei den Jungs von KLARtext vorbei, die dann aber noch zum Soundcheck mußten. Gegen 19.45 Uhr hatte das Warten ein Ende und KLARtext stürmte die Bühne. Doch erstmal hatten sie mit Technikproblemen zu kämpfen, denn Samsons Mikro sagte nicht mal mehr piep. Da nützt selbst der beste Soundcheck nix, wenn die Technik den Geist aufgibt. Doch Hilfe nahte in Gestalt eines PUHDYS-Technikers, der ein neues Mikrofon brachte. Das kleine Problemchen war schnell vergessen, denn KLARtext heizte nun den Fans ordentlich ein. Vorneweg natürlich Frontmann Jörg „Samson“ Geidel, der von der ersten Minute an den Kontakt zum Publikum suchte und mit seinen Gesten, Posen und Ansagen auch große Teile des Publikums erreichte. An Sänger Samson ist wirklich ein Entertainer verloren gegangen. Der Mann hat einfach das Gespür für die richtigen Worte zur richtigen Zeit. Seine Ansagen wechseln zwischen nachdenklich und witzig, sind mal bissig und mal lammfromm. „Das Leben ist bunt“ heißt das aktuelle Album von KLARtext, und bunt wie das Leben war auch die Titelauswahl für das Konzert in Rammenau. Mit „Biographie“, „Das Leben ist bunt“ und „Märchenprinz“ ging es bis zur Bandvorstellung. Für mich war es sehr interessant und schön mal das Publikum während der KLARtext-Mugge zu beobachten. Die Leute waren ja wegen den PUHDYS gekommen und manche Vorband hatte es da schon schwer. Doch KLARtext kam gut an, die Leute hörten aufmerksam zu und beobachteten interessiert, was auf der Bühne geschah. Überall sah ich mitwippende Leute, der Beifall wurde im Verlaufe der Mugge immer kräftiger und die Jungs auf der Bühne gaben wirklich alles und boten den Rammenauern eine tolle Show. Spielfreude pur war angesagt. Leadgitarrist Gerhard „Cäsar“ Skirl spielte seine Solos mit einem seligen Lächeln. Selbst Basser Mario „Moco“ Bronke strahlte auf der Bühne zeitweise über's ganze Gesicht während er die tiefen Töne anschlug. Ganz wichtig ist bei der gitarrenlastigen Musik von KLARtext natürlich auch die zweite Gitarre. Diese wird von Mario „Lakki“ Lakotta gespielt und der gute Lakki war wirklich heiß auf die Mugge. Lakki ist nach überstandener Operation mit anschließender Reha-Kur erst seit letzter Woche wieder bei den KLARtext-Konzerten dabei und er spielte befreit auf. Aber auch als Sänger ist Mario ganz wichtig. Er übernimmt nicht nur zusammen mit Cäsar den Backroundgesang, sondern er tritt bei „Nein warum“ auch als Solosänger in Erscheinung.
Dann kam endlich das PUHDYS-Intro, welches „Lust auf Abenteuer“, in dem Fall auf das Abenteuer PUHDYS-Konzert machen sollte. Reichlich Bühnennebel, blaues Scheinwerferlicht und dann waren sie endlich da: die PUHDYS. Die Band wurde jubelnd begrüßt, also war die Frage nach der Lust auf ein PUHDYS-Konzert bei der Mehrzahl der Anwesenden auch schon geklärt. Musikalisch verkündeten die Fünf erstmal, dass sie „Keine Langeweile“ haben und „Hier oben“ jetzt die Musik spielt. Mit der „Kühlen Lady“ folgte der nächste „Ohrwurm“. Vielen weiblichen Konzertbesuchern stach zuerst der neue Haarschnitt von Bassist Peter „Bimbo“ Rasym ins Auge. Zumindest tuschelten die Damen in meiner Nähe darüber. Die PUHDYS wirkten frisch und spielfreudig und sie trafen in Rammenau natürlich auf offene Ohren. Natürlich spielten sie viele ihrer bekanntesten Hits von „Geh zu ihr“ über „Lebenszeit“ und „Alt wie ein Baum“, bis hin zu ihrer deutschsprachigen Coverversion des Wishfull Thinking-Klassikers „Hiroshima“. „Bis ans Ende der Welt“ mündete natürlich in das Saxofon-Solo von Peter Meyer und von „Yaketi Sax“ ging es nahtlos in das Scharfschwerdt’sche Schlagzeugsolo über. Doch dann kehrten fünf Musiker mit Sonnenbrillen bewaffnet auf die Bühne zurück und sangen a cappella den Fanta4-Hit „MfG“. "Oha", dachte ich, "die alten Herren haben sogar den Rap deutscher Prägung drauf". Mit den „Ostmedley“ vom „Undercover“-Album wollten die PUHDYS für heute in die „Rockerrente“, doch das Publikum war natürlich anderer Meinung, und so kehrten die PUHDYS noch mal auf die Bühne zurück. Fast schon traditionell gab es dann zum Abschluß „Alt wie ein Baum“, Hey, wir woll’n die Eisbärn sehn“ und „Das Buch“ zu hören. Nach der Mugge quatschten wir noch eine ganze Weile mit den Jungs von KLARtext und wechselten auch ein paar Worte über eine unserer nächsten Muggen mit Bimbo. Natürlich machten wir uns sehr zufrieden auf den Heimweg, Das war ein toller Abend ein Rammenau.
Foto Impressionen:
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