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Rodgau Monotones live in der Stadthalle Ober-Ramstadt am 27.11.2008 Bericht: Wolfram Schenck Fotos: Wolfram Schenck
Punkt 19:30 Uhr begrüßte der örtliche Pfarrer der gastgebenden Kirchengemeinde die etwa 700 Zuhörer. Das Konzert sei in Windeseile ausverkauft gewesen, obwohl in der Stadthalle in Ober-Ramstadt noch jede Menge Platz war, aber vermutlich durften aufgrund von Fluchtwegen, Feuerschutzmaßnahmen oder ähnlichem einfach nicht mehr rein. Gleich mit dem ersten Song begrüßten die Rodgau Monotones ihre Fans auf typisch hessische Art: "Ei gude wie" ein Klassiker der Band. Anschließend kam mit "Ein Leben für Lärm" der Titelsong vom aktuellen Album. Das Publikum war von Anfang an gut gelaunt, zeigte sich auch bei neuen Stücken sehr textsicher und schwelgte ein ums andere Mal sicherlich in Erinnerungen. Insgesamt bestand die Setlist zu etwa einem Drittel aus Songs vom neuen Album und zu zwei Dritteln aus alten Songs, die die Band zum Teil schon lange nicht mehr live gespielt hat. "Schade, Schade, Schade" oder "Der kleine Pirat" hab ich jedenfalls lange nicht mehr live gehört. Natürlich durften auch so Klassiker wie "Volle Lotte", "Is' nur Kino" oder das unvermeidliche "Die Hesse komme" nicht fehlen. Hauptsächlich waren an diesem Abend ruhige Balladen und gehobener Blödsinn angesagt. In letztere Kategorie fällt sicherlich "Zigeunerschnitzel", laut Band eine Symbiose aus "Zigeneurjunge" der "viel zu früh von uns gegangenen" Schlagersängerin Alexandra und "Es wird Nacht Seņorita" vom "viel zu spät von uns gehenden" Schlagersänger Udo Jürgens, selbst Einflüsse von Metallica-Drummer Lars Ulrich sollen dabei sein. Wenig später verlässt dann plötzlich Bassist Joky Becker die Bühne, was die Bandkollegen zu weiteren Scherzen treibt. Sänger Peter "Osti" Osterwold feixt, dass Herr Becker nach 30 Jahren auf deutschen Bühnen erstmals Pipi machen muss. Beim anschließenden Song "Ein frauenfeindliches AC/DC-Stück" wird kurzerhand der Basspart vom Saxophonisten "Mattl" Dörsam übernommen. Als Joky dann nach seiner Pause wieder zurück auf die Bühne kommt, setzt er sich erst mal arbeitslos neben das Schlagzeug. Im Laufe des Abends sollten auch weitere ungewöhnlichen Instrumentierungen kommen. Die beiden Gitarristen Ali Neander und Ray Salg sitzen den ganzen Abend bequem auf Stühlen und spielen zur Abwechslung Akkustikgitarren. Drummer Mob Böttcher verbringt auch nicht den ganzen Abend hinter seiner Schießbude, sondern spielt bei einigen Songs vor seinem Schlagzeug ein Cajón. Nach etwa zwei Stunden verlässt die Band dann die Bühne, kommt aber unter tosendem Applaus noch mal für ein paar Zugaben zurück auf die Bühne, bevor das Konzert nach weiteren 15 Minuten dann endgültig vorbei ist. Wie immer war es ein super Konzert mit ausgelassener Stimmung und einem extrem textsicheren Publikum. Nach dem Konzert darf ich noch kurz Backstage, wo ich mit den Jungs und Kerstin ein paar Worte wechseln kann und mir mein CD-Cover von allen signieren lasse. Anschließend mache ich mich gut gelaunt auf den Heimweg. Es wird sicherlich nicht mein letzter Konzertbesuch bei den Rodgau Monotones gewesen sein!
Foto Impressionen:
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