Trixi G live in der "Alten Feuerwache"
zu Berlin am 24. April 2010



Bericht: Uwe Meixner
Fotos: falls nicht anders angegeben, Uwe Meixner






Foto © Wieland Meier

Es ist ja nun eigentlich kein Geheimnis mehr, dass ich auf vier Berliner Bühnen fast zu Hause bin. Natürlich hat es mir die Studiobühne besonders angetan, denn dieses Kleinod der Kultur hat eine ungewisse Zukunft vor sich. Für mich zweifellos die schönste Kleinkunstbühne in Berlin, was nicht nur an der Ausstattung des Hauses, des Saals und der anderen Räumlichkeiten liegt, die eine sehr angenehme Atmosphäre verbreiten. Es ist auch der Umgang der Betreiber mit den Künstlern, die liebevoll aufgenommen werden und sich sofort wie zu Hause fühlen. Frau Marie Hoeldtke mit mit ihrem Team hat alles fest im Griff. Genau dieses heimische Gefühl hatten auch die Künstler am 24. April 2010 in diesem Haus. TRIXI G waren zu Gast und viele sagten, "Endlich sind sie wieder in Berlin!"

Als ich den Saal betrat, war ich erfreut so viele bekannte Gesichter zu entdecken. Der Saal war Minuten vor Beginn schon sehr gut gefüllt. Ich suchte mir schnell noch einen guten Platz und war voller Erwartung auf ein tolles Konzert. Vor mir am Tisch saßen sogar zwei Fans, die extra aus Holland angereist waren.

Um 20:05 Uhr betraten dann Trixi und Uwe die wirklich sehr gut ausgeleuchtete Bühne. Das ist dann der Moment für die Künstler der die Zuschauer unsichtbar macht. Trixi begrüßte alle in ihrer sympatischen Art: "Hoffentlich sind auch alle Fans angereist, ich sehe ja keinen". Gut einen sah sie dann doch... Mich! Das lag aber daran, dass ich direkt an der Bühne fotografierte. Burghard der Techniker hatte aber nach dem ersten Titel ein Einsehen und setzte die Zuschauer ins rechte Licht, somit konnten die beiden ihre Fans auch persönlich begrüßen wie z.B Herrn Tibor Nagy, den Manager von Omega.

Trixi G spielten an diesem Abend die bekannten Titel Ihrer CDs "Live in Berlin" und "Lebenstrip". Sie hatten aber auch extra für diesen Abend zwei neue Songs im Gepäck. Die Art der Interpretation von Trixi ist sicher schwer in ein paar Worten zu beschreiben. Jeder Ton der ihren Mund verlässt durchwandert zuvor den ganzen Körper, somit ist dieser in ständiger Bewegung. Ein echt kraftvoller Gesang, der meinen Tischnachbarn etwas erschrocken machte (ich zitiere: "die schreit ja wie ne Sportlehrerin in der Turnhalle"). Er war da aber - glaube ich - der einzige der damit Probleme hatte. Trixi lebt ihre Lieder auch in den leisen gefühlvollen Balladen, und nicht wegzudenken ist ihr Lachen, das nach und nach alle ansteckte.
Genauso schwer, wie die Interpretation von Trixi zu beschreiben, ist es, bei so einem ausgewogenen Programm, Titel besonders hervorzuheben. "Seelenfänger", "Aus und vorbei" und "Hexen" fand ich stark, natürlich auch wieder die eigene Art der Silly-Songs wie "Bye Bye" und "So'ne kleine Frau" blieben bei mir angenehm im Gedächtnis hängen. Der Gundermann Song "Gras" ist aus ihrem Programm schon nicht mehr wegzudenken... einfach klasse diese Interpretation.


Foto © Wieland Meier

Natürlich gab es auch eine Pause von 20 Minuten. Die Gelegenheit, an der Bar im Saal Getränke zu fassen. Ich finde es gut, dass während des Vortrages auf der Bühne die Bar geschlossen ist und somit das sonst üblich störende Aufstehen und ein Bier-holen-gehen wegfällt. Da war endlich auch die Zeit, Trixi und Uwe persönlich zu begrüßen und mit vielen der Gäste einen angenehmen Plausch zu führen, aber auch neue Bekanntschaften zu machen. Wie immer habe ich da die männlichen Besucher leider etwas vergessen!

Nach der Pause ging es mit der nie endenden Energie weiter. Natürlich darf nicht unerwähnt bleiben, dass Trixi auch wieder zu ihrem Saxaphon griff und beim Titel "Neider" zu einer großen Holzrassel gegriffen wurde. Von den beiden neuen Liedern war ich von "Nachtstille" besonders beeindruckt. Bei dem Song "Regentropfen" mußte Uwe natürlich noch einmal die Episode aus dem Jahr 2008 erzählen. Damals spielten sie den Song Open Air, bei den ersten Tönen setzten wirklich Regentropfen - wie bei Regisseur bestellt - ein, aber dann wurde es schlimm, es kam ein Orkan auf und die ganze Bühne wurde zerlegt.
Das Trixi besonders höflich und auch dankbar ist, bemerkte man in ihren Zwischenansagen, denn sie bedankte sich insgesamt vier Mal beim Team der Studiobühne, naja besser öfters als gar nicht.

Ein gelungener rundherum schöner Abend ging sehr spät zu Ende. Von den vielen Zugaben war mein Favorit natürlich "Ladykiller". Nimmt man nur die Balladen war Petras Wunsch "Abendstunden" wirklich als letzter Titel der Zugaben auch der Höhepunkt des Abends.
Fazit Uwe der kraftvoll den ganzen Abend seine drei Gitarren bearbeitete als wollte er ein ganzes Orchester zum erklingen bringen, was ihm sicher auch gelang. Dafür musste er aber sehr oft nachstimmen.
Trixi brauchte ihre Stimme nicht nachstimmen, jeder Ton saß wieder und begeisterte die Fans im Saal. Dass die Organisation und Technik Spitze war hatte ich eingangs schon erwähnt. Nun drücke ich die Daumen, dass der zweite Termin von Trixi G in der Studiobühne im Herbst 2010 auch stattfindet. Zufrieden ging der Pulk der Fans nach Gesprächen und kauf der CDs friedlich auseinander, sicherlich das eine oder andere Lied noch im Hinterkopf.




Fotoimpressionen: