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Dirk Zöllner Konzert beim Seelentaucher- treffen am 28.06.2008 in Groß Leuthen (mit Sergejwitsch meets Hähle und unbekannt verzogen in der Kulturscheune) Bericht: Dietmar Meixner Fotos: Dietmar Meixner ![]()
"Die Hochzeit der Seelentaucher war so ungefähr von 1998 bis 2003", sagte mir Dirk Zöllner bei der Hinfahrt nach Groß Leuthen. Dieses Jahr nun ein neuer Anlauf, ein gemeinsames Treffen der Seelentaucher zu organisieren. Ziel war Groß Leuthen im Spreewald, dort traf man sich ab Freitag Nachmittag um gemeinsam ein unvergessliches Wochenende zu gestalten. Das Alter der Angereisten lag im Bereich zwischen zwei Jahren bis in die "50er Jahre". Da auch das Wetter mitspielte, sollten es wirklich unvergessliche Tage werden. Ich reiste wie gesagt erst am Samstag an und hatte das große Glück, mich unterwegs ausführlich mit Dirk und Denise unterhalten zu können. Der Samstag stellte den Kern des Treffens dar, denn am Abend war das von allen erwartete öffentliche Konzert mit drei Bands in der Kulturscheune. Andreas Hähle hatte schon am Nachmittag ein kleines Konzert mit dem Titel "Nager Harald" für die kleinsten Seelentaucher gegeben. Der Abend rückte unaufhörlich näher. Die Große Scheune verwandelte sich im Abendlicht zu einem urgemütlichen "Konzerthaus". Kurz nach 20.00 Uhr betraten Sergejwitsch meets Hähle die Bühne. Drei Ausnahmekünstler, jeder auf seinem speziellen Gebiet. Andreas Hähle, auch bekannt durch Buchlesungen und andere Programme, ist der Frontmann dieser Dreierkombination. Sie selbst bezeichnen ihre Musik als "Elektrolyrikpop", gesprochene Worte von Andreas durch wirklich gute Musik getragen, wofür sich Heiko Bandasch (Computercomposition) verantwortlich zeigt, mit ständig wechselnden elektronischen Effekten durch Katja Kettler versehen. Es waren zwar nur 25 Minuten, aber die hatten es in sich. Besonders der Titel "Unbekannt", gesungen von Katja, kam sehr gut an. Nach einer kurzen Pause folgte der Auftritt von "unbekannt verzogen". Eine Stunde lang zeigten sie sich von der besten Seite. Das unbekannt verzogen jetzt nur noch aus Patti Heidrich und Andrè bestand, war vielen schon vorher bekannt. Die Titel klangen klasse: Patti mit ihrer guten und unverwechselbaren Stimme, dazu Andè, der auf Scholles Gitarre alles gab, und so den Gesang von Patti mit überzeugenden Gitarrenklängen und Mundharmonikaspiel ergänzte. Nachdem Andrès Gitarre technische Probleme bereitete, gab ihn ganz einfach Dirk seine. Besonders gut fand ich die Neubearbeitung von "Elvira und Klaus". Das Lied klang jetzt wirklich besser und kraftvoller. Der Titel "Vergrabene Träume", von Uwe Friemel aus Leipzig geschrieben, war ein weiterer Höhepunkt für mich. Bei beiden war kaum Nervosität zu spüren, auch wenn da mal der eine oder andere Gast auf der Bühne herum turnte (der Seelentauchernachwuchs den Händen der Eltern entglitten!), ließen sie sich nicht aus dem Konzept bringen. Danach betraten Dirk Zöllner und Andrè Gensicke die kleine Bühne. Vom "Käfer", "wo ist der Hund?", "Königin", "ich darf alles" über "gut aus", bis zu "nie mehr", "rot" usw... alle Titel, die auch von den Leuten in der Scheune erwartet wurden, waren zu hören. Dirk und Andrè waren nicht klein zu kriegen. Nach weiteren Zugaben wie "Cafe Größenwahn", "Arschgesicht", "viel zu weit" und "Sittin' on a dock" war noch lange nicht Schluss. Nachdem André bereits bei den Zugaben mit seiner Munti mit auf die Bühne kam, wurde nun auch noch Patti als Zweitstimme tätig. Besonders gefreut hat es mich, als nach dem 3. oder 4. Zugabeblock weitere Zugaben gefordert wurden, da sagte Dirk auf der Bühne: "machen wir doch was von Cäsar/Renft, Dietmar ist doch da". Also erklang "Cäsars Blues", und ich war davon sehr angetan, gerührt und in Gedanken natürlich bei Cäsar. Andrés Einsatz an der Mundharmonika bei diesem Song... Wahnsinn! Zum Schluss wurde gemeinsam das Seelentaucher Lied gesungen. Deswegen hatte sich Dirk am Nachmittag schon auf die Wiese in Richtung See zurückgezogen, um es für sich wieder aufzufrischen. Lange hatte er es nicht mehr gespielt. Wir saßen nach diesem tollen Konzert noch in der Scheune, und es bildete sich eine angeregte Gesprächsrunde. Dirk erzählte von seinen Plänen, Dingen die er gern verändern möchte und auch seine Sicht zu verschiedenen Lebensituationen. Es war einfach fesselnd, keiner wagte aufzustehen. Irgendwann kam dann doch noch das Aufbruchsignal. So gegen 02.30 Uhr endete der Abend langsam. Aber nicht, um in die Betten abzutauchen, sondern sich unten am Studio beim Lagerfeuer weiter gemeinsam zu unterhalten, und vor allen Dingen gemeinsam zu singen und zu lachen. Dirk und Andrè erwiesen sich als talentierte Tänzer rings um das Feuer. Es war so schön, dass es auf einmal hell war und sich die Leute kurz vor 05.00 Uhr mühsam erhoben um wenigstens etwas zu schlafen. Morgens traf man sich aber schon wieder zum gemeinsamen Frühstück. Fast keiner fehlte! Na, wenn das keine Seelentaucher-Disziplin ist. Es war eine tolle Sache. Ich möchte mich hiermit bei allen für das schöne Erlebnis bedanken. Foto Impressionen: |