![]() UNBEKANNT VERZOGEN - Eine Achtjährige startet durch... Seit nunmehr 8 Jahren gibt es die Band UNBEKANNT VERZOGEN. In Quadenschönfeld auf dem Hof von Katrin Lindner ist sie gegründet worden, die Kapelle, die am 9. Dezember ihr erstes Album im Berliner "Neu Helgoland" vorstellen wird. In der aktuellen Besetzung sind alte Hasen wie z.B. Marcus Schloussen, genannt Basskran, von RENFT, oder Axel Stammberger, der früher schon bei Vroni Fischer seine sechs Saiten zum Schwingen brachte. Johnny war bei Cäsars Rockband an der Gitarre. Sängerin und Frontfrau Patricia Heidrich ist unseren Lesern auch als Fotografin, Autorin und Mitglied von Deutsche Mugge ein Begriff. Doch derzeit ist sie hauptsächlich in einer anderen Mission unterwegs, nämlich mit besagter Band UNBEKANNT VERZOGEN. Dass die Aufregung, bald das erste eigene Album auf CD in Händen halten und es mit einem tollen Konzert in Berlin der Öffentlichkeit vorstellen zu können, greifbar ist, kann sich sicher jeder denken. Doch was genau ist UNBEKANNT VERZOGEN für eine Band, was wird auf der CD "Piratenbräute" zu hören sein und was gibt es über die Sängerin Patricia Heidrich noch, das man wissen sollte? Da gibt es einige offene Fragen, die wir vor der Album-Veröffentlichung noch geklärt haben wollten...
Eigentlich nicht. Werde ja nur vom Täter zum Opfer. ;-) Du wirst im Dezember das erste Album mit UNBEKANNT VERZOGEN veröffentlichen. Es gab ja live bei Konzerten und auch bei uns in der Radiosendung schon einige Songs zu hören, z.B. "Nachtvögelin", "Fröhliche Weihnacht" oder "Zweiter Tag". Werden diese Songs auch mit auf der CD zu finden sein? "Nachtvögelin" und "Zweiter Tag" sind dabei. Eigentlich fast alles, was uns ohne äußere Anreize in den letzten nunmehr 8 Jahren in den Kopf und das Herz und den Bauch geschossen ist. Bei der "Fröhlichen Weihnacht" sieht es etwas anders aus, weil es ein Auftragswerk war für die Druckerei BRAUL aus Berlin - die wollte gern einen besonderen Weihnachtsgruß an PartnerINNen und KundINNen verschicken, nicht die klassische Weihnachtskarte. Wir haben uns "geopfert", JOHNNY stellte eine Musik zur Verfügung und HÄHLE schrieb einen Text... Und wir bekamen im Gegenzug stapelweise auch zur eigenen Verschenkung von selbstgebastelten Weihnachtsgeschenken die CD von BRAUL ;-). Das war eigentlich unsere erste Scheibe... Werden sie neu produziert oder in der Form zu hören sein, wie wir sie schon kennen? Alle Songs auf der CD sind neu produziert. Die vorherigen Versionen waren ja "nur" Hörproben für myspace und Co. Man entwickelt sich als Band ja auch weiter, die Songs entwickeln sich weiter.
Musikalisch und thematisch? Ich denke, wir sind klassisch UNBEKANNT VERZOGEN, etwas balladesk, etwas rockig, etwas bluesig, manchmal lyrisch, manchmal frech. Wir gucken nach vorn, haben aber allesamt auch einen großen Packen an Lebenserfahrung dabei. Da bleibt es nicht aus, dass es viel um die kleinen und großen Tragödien geht, um das, was hängen bleibt an schönen Erinnerungen, aber auch Rissen, Verletzungen. Wir haben keine Schublade. Es geht vor allem um deutschverpackte Songs über Leben, Trauer, über das Ungleichsein, über Würde - und natürlich immer wieder über die Liebe. Worauf ich aber hinweisen möchte: Wir haben sehr schöne Solidaritätsbeiträge erhalten von CHRISTIAN HAASE, DIRK ZÖLLNER, REINHARD FIßLER, BERND ENKE, FRANK ROFALL und CHRISTINA TORGE. Letztere sang nicht sondern tat etwas anderes... - meine Jungs rollen zwar immer mit den Augen ;-), aber ich selbst kann sagen, dass mir diese Zusammenarbeiten das Herz groß machen, immer wieder, wenn ich daran denke. So eine Erfahrung und die Erinnerung daran sind Lebensmittel ab und an. Ich weiß, dass unser Kollege Andreas Hähle auch unter den Textern ist. Wer ist noch mit Texten oder Kompositionen an dem Album beteiligt? HÄHLE hat 5 Texte zur Verfügung gestellt, von mir selbst sind 6 dabei. UWE FRIEMEL, den ich bei einem Zöllner-Konzert kennen lernte, weil ich mich nicht ohne zu fragen traute, ihn zu fotografieren, da er so total tätowiert und voller Eisen im Gesicht war, spendete die "Vergrabenen Träume". Und ein Text ist von ERICH VIRCH... Der "Warteblues" stammte aus dem Repertoire der Singegruppe Frankfurt (Oder), wo ich von 1989 bis 1991 war - ich bin ins Essen gefallen, als ich erst vor ein paar Monaten feststellte, wer der Texter und Komponist ist. Erich Virch hat vor allem Wolfgang Petry beliefert ;-).
Wieviele Songs wird das Album insgesamt beinhalten und über welchen Zeitraum sind sie entstanden? Die Anzahl der Songs auf der Scheibe wird nicht die Summe sein aus den eben genannten Textanteilen - mehr verrate ich nicht. Der älteste eigene dürfte ca. 5 Jahre auf dem Buckel haben. Und wie lange habt Ihr für die Aufnahmen zu "Piratenbräute" gebraucht? Wie viel Zeit ist zwischen dem ersten und dem letzten Ton im Studio vergangen? Wir nahmen Bass und Schlagzeug in einem anderen Studio auf - damit begannen wir im Februar 2010. Der letzte Ton ist nur einige Tage jung...
Es gab einige schöne oder bemerkenswerte Momente. Ganz besonders beeindruckt hat mich die Zusammenarbeit mit Reinhard Fißler - das Zusehen dürfen, wie er allein mit den Augen, die Hände und Arme kann er ja nicht mehr bewegen, seinen Computer steuerte und so quasi Aufnahmeleiter war... Das war der Hammer! Ich hab daneben gesessen und nur gestaunt, auch über seine Ausdauer; nach vier Stunden baten wir vorsichtig um eine Pause... Und ich wünschte, so ein Ausmaß an Lebensmut entwickeln zu können, wenn es mal erforderlich sein sollte. Reinhard Fißler lernte ich eigentlich erst 2003 bei der Zöllner-Fißler-Friends-Tour durch Israel kennen, damals durften einige Fans mitfahren. Reinhard war im November 2003 schon sehr gezeichnet von seiner ALS-Erkrankung; ich für mich dachte damals, noch zwei oder drei Weihnachten, und dann wird er uns verlassen - und nun sitze ich neben ihm und er streichelt den "Zweiten Tag"... 8 Jahre später. Und ein Streit innerhalb der Band hatte mich während der Aufnahmen sehr mitgenommen, sehr weh getan. Bis ich verstand, dass der Streit, vielleicht nicht auf die erlebte Art und Weise notwendig, aber doch auch zeigte, dass geblutet wird für uns und unsere Musik. Diese Erkenntnis war sehr wichtig und kostbar. Gibt es auf der Platte auch ein Lied, das Dir besonders am Herzen liegt, oder möchtest Du Dich da nicht festlegen? Nein. Es hängen ja Geschichten dran, bei meinen eigenen Texten sowieso. Zum Teil kenne ich auch die Geschichten zu den anderen Songs. Für mich sind mit einer Ausnahme alle wichtig; es gibt allenfalls verschiedene Situationen, wo ich vielleicht den einen oder anderen bevorzugt hören möchte, ihn brauche. Ein eigener Text ist mir inzwischen etwas peinlich, aber das ist auch okay - damals, als er entstand, musste er entstehen ;-). Insoweit stimmt es eigentlich nicht, dass er nicht wichtig ist, anders wichtig eben. Und Texten ist richtig schwere Arbeit, an einem hab ich besonders lange gesessen. Mit "Flo" war ich quasi fast ein Jahr lang kopfschwanger, las eine Unmenge an Erfahrungsberichten, redete oft und lange mit Flo´s Mama; irgendwie Trauerarbeit, die getan werden musste... kiloweise Entwürfe in die Tonne getreten; es hat sehr lange gedauert, bis ich es gut, nicht mehr kitschig, fand. Und kitschig durfte es nicht werden. Aber als "Flo" dann da war, und als André Serfas mit der Komposition, der ersten seines Lebens übrigens, ankam... Das ist einfach unbeschreiblich.
Ich lege an's Herz, die Platte zu holen und sich den Song "Piratenbräute" anzuhören... Songs erklären wir nicht, da muss jeder selber durch... ;-) Wo wird das Album erscheinen? Habt Ihr eine Plattenfirma oder bringt Ihr Euer Debüt in Eigenregie raus? Schwierige Frage. Das "Rausbringen" ist der letzte Schritt. Erstmal brauchst du ja die Texte und Musiken, dann brauchst Du viel Zeit zum Arrangieren, zum Spielen miteinander. Im Zweifel muss der Probenraum auch bezahlt werden. Dann fängst Du an, die Songs aufzunehmen. Bis Du soweit bist, ans Veröffentlichen denken zu können, hat die ganze Band unheimlich viel Zeit und Arbeit und Kohle rein gesteckt in das Projekt. Und dann brauchst Du weiteres Geld, um die Platte wirklich zur Platte werden zu lassen. Wir haben das Glück, dass uns die Druckerei BRAUL das Booklet sponsert (von der Grafik bis zum Druck) und wir privat ein Darlehen erhalten haben, um Presswerk und GEMA vorfinanzieren zu können - ohne dieses Zutun von außen hätten wir die Scheibe nicht stemmen können. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen von UNBEKANNT VERZOGEN von ganzem Herzen bedanken, bei BRAUL (www.druckerei-braul.de) und beim anonym bleibenwollenden Helfer. Für die Zukunft wünsche ich mir aber sehr eine richtige Unterstützung von einer Plattenfirma weit im Vorfeld - das ganze organisatorische Drumrum raubt unendlich Nerven, vor allem dann, wenn man keine wirkliche Ahnung vom Geschäft hat. Wir wollen ja eigentlich nur Spielen ;-) Es steckt von allen unheimlich viel Herzblut drin. In der Band und in der Platte. Und unsere Familien mussten eine ganze Menge Zeit ohne uns verbringen, die Kinder und Frauen und ab und an ein Mann. Aber immerhin können sich meine Kinder mich ohne UV nicht vorstellen ;-)
Anfang November 2008 bestand UNBEKANNT VERZOGEN aus ANDRÈ SERFAS und mir. Ins Auge gefasst hatten wir HOLGER JAHN, auch JOHNNY genannt, der sich aber erst ab Dezember in der Lage sah, zu proben und für UV da zu sein. André ging dann Mitte November und UV hatte aber für den 1. Dezember noch einen Gig anlässlich des Welt-AIDS-Tages. Ich brauchte also dringend jemanden, der mich am 01.12.2008 begleiten konnte. Mir fiel eigentlich nur AXEL STAMMBERGER ein, traute mich aber einige Stunden nicht, ihn anzurufen. Axel hatte ich im Sommer kennen gelernt, als ein Projekt zu Kurt Demmlers "Lieder des kleinen Prinzen", dessen Gitarrist Axel seinerzeit gewesen war, in der Luft hing. Wer nicht fragt, der nicht gewinnt... Da ich mehr als ein Nein nicht riskierte, tat ich es dann doch und nach einer kurzen Bedenkzeit sagte Axel zu. Die Mugge zum Welt-AIDS-Tag setzen wir in den Sand, so richtig, wir selbst waren natürlich nicht sehr gut, auch noch nicht gut eingespielt, und etwas Mobbing seitens der anderen Musikerkollegen an diesem Abend tat sein übriges. Da es keine Gage gab, sagte ich nach der Mugge zu Axel, dass er ein Essen bei mir frei habe. Und da Axel wegen des verhauenen Gigs ein schlechtes Gewissen hatte, erwiderte er, dass er lieber statt des Essens zwei weitere Muggen mit mir machen würde wollen. Da hab ich nicht lange gefackelt, UV trat damals im Jahr maximal 2 mal auf, so hatte ich grob gerechnet für ein ganzes Jahr einen Gitarristen... JOHNNY habe ich bei einem Geburtstagskonzert für Reinhard Fißler näher kennen gelernt, auch 2008. Vorher rannte er mir nur ab und an als Techniker über den Weg. Bei der Fißler-Party durfte UV, im Februar noch kein Duo, sondern eine komplette 6-Menschen-Band, aufspielen. Nach einigem Genuss von alkoholischen Getränken haben wir uns am Klavier gefunden... Uns wurde später gesagt, wir hätten den ganzen Abend zusammen gejamt, den Abend unter anderem mit ZUIGANKA MOLODAJA zugebracht... Wir rührten in unseren Tassen, und konnten es einfach nicht fassen... Ich nicht, weil ich mir unmöglich Texte merken kann und Johnny, weil er meinte, gar keine Zigeunerweisen spielen zu können. Zart und stetig habe ich ihn dann einige Monate lang erinnert, mal über einen Einstieg bei UV nachzudenken. Und Johnny dachte einige Monate darüber nach und lud uns dann zu seinem 50. Geburtstag im Oktober ein - und schenkte uns den Einstieg zum Dezember 2008. Johnny spielte früher bei PASSION und in CÄSARS ROCKBAND, mit den PHUDYS war er drei Jahre lang als Techniker on tour. Jetzt ist er nicht "nur" Keyboarder und Komponist bei uns, er ist auch unser Herbergsvater und zuständig für alles, was Studioarbeit angeht und ausmacht. Und das allein ist eine ganz ganz große Menge...
Jetzt fehlte nur noch ein Schlagzeuger. Damals spielte ich noch in einer Cover-Band: SLAVE aus Storkow. Die hatten einen spaßigen, gut aussehenden Typen, den ich auch als Schlagzeuger gut fand und der sich nicht zu schade und geduldig genug war, mir die ersten Schritte in Richtung Rhythmusgefühl beizubringen, MARKO ZIEHE. Er ließ mich sogar, ohne dass das mit den anderen SLAVE'rn abgesprochen gewesen war, während eines Gigs an seine Schießbude, während er den "Junimond" von RIO REISER sang. Ich war in der Band übrigens zuständig für ROSENSTOLZ, SILLY, CHRISTINA STÜRMER, ICH & ICH, UTE FREUDENBERG... Wir spielten im Sommer im Brandenburgischen, auf Dorffesten und so, wo dann irgendwann die Kerle nach der Sängerin brüllen und die Frauen zu zweit tanzen, wo es gut war, das Fluchtauto gleich hinter der Bühne warten zu lassen... Marko wohnt zwar relativ weit weg von Berlin, aber er sagte erstmal zu und blieb bis zum ersten gemeinsamen Konzert im Januar 2009. Gleich anschließend bekam er kalte Füße und stieg wieder aus. Bis heute kommt er aber ab und an vorbei in unserem Probenkeller... Nun, Axel spielte und spielt ja auch bei FRANKIE GOES TO LIVERPOOL, und die hatten auch einen interessanten Menschen an der Schießbude... GERALD ZACZYK, genannt GERRY. Den hatte ich auch schon bei diversen Besuchen von FGTL live erlebt. Und GERRY war dann eben da und führte sich nicht nur als Schlagzeuger ein, sondern verkomponierte die ersten Texte, die noch auf eine Musik warteten. Unter anderem stammt die Musik von den "Piratenbräuten" von ihm. Und Gerry ist auch der, dem ich sagen kann, ich brauch mal wieder einen Motivationsschub - dann kommt 'ne schöne Musik um die Ecke oder ein kleiner Tritt in den Hintern und dann geht's wieder irgendwie weiter.
Wenn ich so zurückdenke: Das erste Mal, als ich von UNBEKANNT VERZOGEN gehört habe, hatte die Band eine komplett andere Besetzung. Außer Dir ist von der damaligen Besetzung heute keiner mehr dabei, oder? Hast Du fleißig ausprobiert, wer am besten zu Dir passt, oder warum gab es bis heute schon so viele Musiker, die mal bei UV gespielt haben? UV hat als Duo angefangen, hieß damals noch nicht UV und es war auch nicht geplant, daraus eine Band, überhaupt weiter zu machen. DIRK ZÖLLNER feierte seinen 41. Geburtstag in Quadenschönfeld bei KATRIN LINDNER auf dem Farmland-Hof und kündigte im Vorfeld an, dass er zwar zu seinem Geburtstag ein Konzert gibt, sonst aber nicht vorhat, das gesamte Wochenende allein musikalisch zu bestreiten - schließlich sei er ja das Geburtstagskind... Einige Seelentaucher (eine Art, aber keinesfalls ein klassischer, Fanclub) nahmen das zum Anlass, selbst etwas auf die Beine zu stellen, es gab Gesellschaftsspiele für alle zum Mitmachen, Gesangseinlagen von MARIO FUSSELTIER, TINA TORGE, die "Illustrierte Ballade vom nächsten Tag" von RAIN (RALF und INES ROLOFF) und ich hatte mir ALEXANDER GUTMAN, genannt SASCHA, der damals der Pianist von DIRK ZÖLLNER war, geschnappt. Wir zwei haben Songs vorbereitet, die ich aus meiner Singegruppenzeit, kannte, also Songs von STEFAN ELSSNER und von GUNDERMANN... Der Auftritt war zwar geprägt von Pleiten, Pech und Pannen - aber es hat trotzdem so unendlich viel Spaß gemacht... das Blut war wieder geleckt und ich konnte nicht mehr aufhören...
Irgendwann nannte ich die Band ohne Namen aufgrund des rasanten Musikerwechsels einfach UNBEKANNT VERZOGEN. Kommen wir mal zu Dir. Wann und wie hast Du die Musik für Dich entdeckt? War sie schon in Kindertagen ein wichtiger Punkt in Deinem Leben? Wann gab's den ersten Kontakt zwischen Euch? Eigentlich wollte ich als kleines Mädchen im zarten Alter von 5 schon Sängerin werden. Und dann träumte ich, es gäbe ein großes Buch, wo alle Lieder der Welt drin stehen und wo sich die Sänger eben bedienen; was weg ist, ist dann weg... Und wie war ich enttäuscht, als ich mir ausmalte, dass alle Lieder "alle" sind, wenn ich erst groß bin... Ich war einfach zu spät geboren. Ein fataler Irrtum... Ich konnte mir nicht vorstellen, selber Texte oder Musik zu schreiben, ich wollte aber auch keinem seine Lieder wegnehmen. Also verzichtete ich schweren Herzens auf den Wunsch. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, dass etwas so Göttliches wie ein schönes Lied "gemacht" wird - das musste etwas spirituelles sein...
Ungefähr in der fünften oder sechsten Klasse versuchte ich parallel zum Mandolinenunterricht, mir selbständig Griffe auf der Gitarre beizubringen. Wenn du keinen hast, der dir das erklärt, wird es nur halbgewalkt, weil du nicht weißt, warum manches so oder so ist. Und so blieb es bei einer einzigen (höchst langweiligen) Anschlagstechnik und 4 Dur- und 5-Moll-Griffen. Für das, was ich singen wollte, reichte und reicht das keinesfalls. Das wenige, was ich mir damals selbst beibrachte, blieb bis heut auch sitzen, alles Neue auf der Gitarre ist für mich jetzt ein unheimlicher Krampf. In derselben Zeit fing ich an, nach der Schule den Plattenspieler meiner Eltern zu entstauben und singhörte gern MILVA und HARRY BELLAFONTE. Später kam SILLY dazu. Die legte ich auf, drehte den Pegel auf und öffnete die Fenster... Die Nachbarschaft, so sie denn nachmittags zu Hause war, war mein Publikum - und es war nicht ganz klein, da wir in einem Plattenbau lebten. Das war sehr angenehm, ich wusste um ihr Dasein, aber ich musste sie nicht anschauen. Diese Platten kannte ich auch in- und auswendig. Meine erste selbst gekaufte Platte war "Jetzt kommt die Süße" von HELGA HAHNEMANN... Es ist ein großer Wunsch von mir, mal ein Hahnemann-Programm auf die Beine zu stellen. Und das Singen funktionierte auch nur, wenn ich allein war, also zu Hause. In der Schule bin ich ein hartnäckiger Singeversager gewesen; nachdem ich da einmal gepatzt, sprich den Text vergessen, hatte, in der achten oder neunten Klasse, und die Klasse sich darüber kaputtlachte (ansonsten hatte ich aber eine richtig geile Klasse, nur sind manchmal Kids und Jugendliche ungewollt grausam...), fing ich jedes Mal, wenn ich wieder vor dem Klassenverband singen sollte, an zu heulen. Das war eine Qual für mich, das Singen vor anderen. Auch heut muss ich manchmal auf der Bühne einfach die Augen zu machen, wenn ich für mich allein sein will.
Ich wusste nicht so richtig, was ich beruflich mal werden wollte. 1989 war ich mit der 10. Klasse fertig und das Land platzte und die Menschen waren von heut auf morgen nicht mehr die von gestern. Ich wusste nur, dass ich nach der 10. Klasse unbedingt an die Penne (heute Gymnasium) wollte. Die Penne hatte eine Singegruppe, und was ich von der an Songs gehört hatte, entsprach meinem Lebensgefühl. Es ging ums Suchen und Abnabeln (von was auch immer), um die erste Liebe, um das Recht auf eigene Fehler. Die Songs waren keine der bekannten FDJ-Lieder, die Singegruppe leistete sich Luxus und ließ sich die Lieder auf die Leiber schreiben von STEFAN ELSSNER und WOLFGANG BORCHERT. Und etwas geheimnisvoll war die Singegruppe auch deshalb, weil sie nach dem Singen von "Ich habe mit Raketen nichts zu schaffen" im Rahmen eines Offizierbewerbertreffens mit einem Auftrittsverbot belegt worden ist. Und es war 1989, die beginnende Wende von allem. Die Eltern waren mit sich und ihrem Lebenslauf beschäftigt und wir hatten eine unendliche Freiheit aus diesem Grunde. In die Singegruppe kam man nicht einfach so, dafür gab es zu viel Interessenten. Schön war, ein Instrument zu können und vorsingen musste man auch. Nun, wenn auch nicht ganz geliebt, aber die Mandoline half und das Vorsingen klappte auch halbwegs. Höbi, die Leiterin der famosen Truppe, fragte dann irgendwann im "recall", ob ich auch dreckig singen kann. Und das konnte ich... Und so war ich drin. Auch drin in den beiden freiesten und intensivsten Jahren meines bisherigen Lebens. Wir, die Singegruppe, fuhren mit Elssner und Borchert in eine Jugendherberge, sprachen und sprachen und sprachen und ein paar Wochen später stand ein neues Programm, die Essenz quasi unserer Gedanken, Hoffnungen, Probleme. Das Programm hieß "Einer von den vielen bin ich", ich hatte Soli, "Wie ich werde wollte ich nicht sein", "Märchenland", "Ach stellt euch vor, ich wäre eine Rose". Wir waren mit unserem Programm im Osten und Westen unterwegs und wir waren irgendwie eine Familie. Wir meinten irgendwann, wir würden uns überall und jeder Zeit am Geruch erkennen...
Wer waren Deine musikalischen Vorbilder? Wen und was hast Du früher gerne gehört und wer spricht Dich heute noch davon an? Es gab bis 1989 eben einige Lieblingsplatten - ich würde aber nicht sagen, dass die Interpreten so eine Art Vorbilder waren. Über meinen Tellerrand habe ich damals noch nicht gesehen. Ich war auch keine Konzert- oder Diskogängerin, mein kleines Platten-Reich hat mir gereicht. Sehr inspiriert hat mich erst die Arbeitsweise von Elssner und Borchert, das Sehen und Dabeiseindürfen, wenn Songs entstehen, die wirklich Eigenes sind. Das war unheimlich wichtig glaube ich für alles Spätere. Und wir luden zu unseren Konzerten mit der Singegruppe ab und an Gäste ein. Und irgendwann stand ich im Musikraum und schmierte Stullen für so einen Gast, von dem ich ein paar Songs von den alten Singegruppenhasen aufgesogen hatte: GERHARD GUNDERMANN. Den Mitschnitt von diesem Konzert bei uns in der Penne habe ich noch auf Kassette... Er hat mich mit seinen Songs durch die nächsten Jahre gebracht, der war Überlebenshilfe. Er wurde später der erste, dem ich mit seiner SEILSCHAFT nachgereist bin. Mit ihm verbinde ich eigentlich meine Jugend, wenn mich jemand nach Musik fragt. Es war die Zeit der ersten eigenen vier Wände, der ersten richtigen Niederlagen und Anstrengungen, aber auch bezwungener Ängste und gewonnener Kämpfe... Den Tag, als ich früh im Radio hörte, dass Gundi tot sein soll, habe ich in Trance verbracht. Und jetzt, wo ich daran denke, suchen sich schon wieder die Tränen ihren Weg... Und dann waren da noch SILLY und ROCKHAUS und DIE ÄRZTE.
Jura war nun nicht unbedingt ein Herzenswunsch - aber da bekam ich einen Platz, umsatteln kann man ja immer noch und wer weiß wozu es gut ist... Ich frage mich heute manchmal, warum ich nicht auf die Idee gekommen bin, Fotografin zu werden, oder Profilerin... Im Hamsterrad Jura war ich dann erstmal drin. Mich hat alles brennend interessiert, was sich mit der Frage beschäftigt hat, warum jemand einen anderen verletzt, wehtut. Auch hab ich alles verschlungen, was mit der Verzahnung von Gesetz und politischen (nicht gesellschaftlichen) Interessen, sprich Macht über andere, einhergeht - da bekomm ich heut noch Blutdruck, wie Horst Schlämmer sagen würde. Andererseits hab ich so Dinge wie Grundstücksrecht nie verstanden - ich begreife auch heut noch nicht, wie es sein kann, dass jemand ein paar Scheine auf den Tisch legt und dann einen Zaun ziehen, dass man Lebensraum kaufen kann und dadurch das Recht erwirbt, andere auszuschließen. Mit der Luft geht das doch auch nicht. Für derartiges fehlt mir jegliche Denke, jegliches Vorstellungsvermögen. Dem gegenüber empfinde ich beispielsweise Containern nicht als strafbar; das ist für mich ein Unding, da ist mächtig was schräg in der Gesellschaft... Und andere Gebiete wie Vertrags- oder Verwaltungsrecht, na ja, das kann man lernen. Aber da der Anteil der mich wirklich richtig interessierenden Themen dann doch sehr klein war, hab ich mich doch arg gequält durch das Studium. Kurz vor dem wie auch immer bestandenen ersten Examen bin ich dann nach Berlin gezogen, traf Gerd aus der Singegruppe wieder und wir zogen eine Woche später zusammen, ich fing ein Referendariat in Frankfurt (Oder) an und bekam mein erstes Kind, Karl im Oktober 1999. Und danach musste ich erstmal beruflich funktionieren, weil so ein Kind ja nicht von Luft, Lust und Liebe allein leben kann. Nach dem zweiten Examen begann ich dann als Anwältin, erst in Königs Wusterhausen, ab Sommer 2009 dann in Berlin. Meinen ersten Urlaubstag als selbständige Anwältin verbrachte ich in meinem Büro in Königs Wusterhausen - und wie mein Blick auf dem Hinweg auf ein Plakat fiel, Zöllner und Michaelis im Turm, wusste ich, der erste Arbeits-Urlaustag endet wenigstens etwas urlaubig. An diesem Abend lernte ich die Seelentaucher kennen, fing an, Fotos für www.dirk-zoellner.de zu schießen, später für www.seelentaucher.org, und dann war schon der Sommer 2003, mit Zöllners Geburtstag in Quadenschönfeld, im Herbst dann die Israel-Tour. Die Ankunft zu Hause haben wir ordentlich gefeiert und im September 2004 war dann Paul da ;-); eine Woche nach der Entbindung waren Paul und ich dann den ersten Tag gemeinsam im Büro, an Elternzeit oder so etwas war gar nicht zu denken. Und mit zwei Kindern dreht sich so ein Hamsterrad dann noch schneller. Als Paul 3 Jahre alt war, begann ich mich nach einer anderen, aber noch juristischen, Stelle umzusehen, aber nicht erfolgreich. Kinder zu haben ist zwar politisch gewünscht, aber auf der wirtschaftlichorientierten Jobsuche mehr als hinderlich. Es gibt immer welche mit weniger oder gar keinen Kindern oder Großeltern vor Ort oder nicht alleinerziehend...
Ich hing die Robe nicht an den Nagel, weil ich Musikerin sein wollte. Ich musste eine verantwortungsvolle Entscheidung treffen, in Bezug auf meine Kinder und in Bezug auf meine Mandanten. Die Musik spielte im Rahmen dieser Entscheidungssuche, eine sehr schmerzhafte und langwierige Angelegenheit übrigens, keine Rolle - die Proben waren eher 'ne Insel, wo ich alles andere mal beiseite schieben konnte. Ich hatte 5 Jahre lang auf dem Vulkan getanzt, bin auf dem Zahnfleisch gekrochen, mit kurzen Erholungspausen zwischendrin, die immer seltener und kürzer wurden. Ich wusste nicht, wie es ist, Urlaub zu haben, nicht dauerhaft erreichbar zu sein, bei Krankheit, auch der Kinder, mal stressfrei zu Hause bleiben zu können. Ich hatte 5 Themengebiete, die ich schwerpunktmäßig bearbeitete, aber nicht wirklich eine Spezialisierung. Deutlich spürte ich, dass ich meinen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden kann, wenn ich nicht aufhöre. Für immer up to date zu sein hatte ich keine Kraft mehr. Ich war eine gute Anwältin und wusste, die Karten stehen schlecht, dies auch zu bleiben. Im Oktober letzten Jahres fing es dann an, dass ich gar nicht mehr schlafen konnte. Nach drei Wochen war ich weder Mensch noch Tier. Da wusste ich, dass es, unabhängig davon, was danach kommen mag, vorbei ist, dass ich am Ende bin. Aber ich wusste ja auch, wo ich erstmal lande, ich hatte auch genug Hartzer Roller als Mandanten; ich wusste um deren Verzweiflung ab und an, ich konnte das auch nachempfinden... Ich hatte ein paar Monate zuvor erst ein Mandat niedergelegt, weil eine Mandantin ausdrücklich sagte, wenn ich dies und jenes nicht tue, würde sie sich das Leben nehmen. Ich nahm ihr das nicht übel, konnte aber auf dieser Basis auch keine Verantwortung an mich heranlassen. Noch heute denk ich manchmal an sie und frag mich, was aus ihr und ihrem Kind geworden sein mag. Es dauerte dann noch bis Dezember, bis ich tat, was getan werden musste, trotz JobCenter. Und diese Befürchtungen waren auch nicht unberechtigt, immerhin musste ich 'ne drei-Personen-Familie durchbringen, für Karl habe ich bis heute keine Unterstützung bekommen, für Paul und für mich auch nur jeweils teilweise - das muss man erstmal überleben, physisch und psychisch; es hängt dauernd das Schwert über Dir mit der Frage, wann meldet sich der Vermieter und kannst Du dem im Zweifel irgendwie um den Finger wickeln... und dann diese erniedrigenden bei-Ihrer-Ausbildung-müssten-Sie-doch-sofort-etwas-finden-Sätze... "Wenn Sie nichts finden, kann es ja nur an Ihnen liegen..."
Über die verschiedenen Musiker haben wir schon gesprochen. Wie haben die Live-Programme in den Jahren bis heute ausgesehen? Ich kann mir vorstellen, dass die Band mit den verschiedenen Musikern auch immer anders geklungen hat, oder? Im Grunde ist dazu alles gesagt. Ergänzend sei allenfalls angemerkt, dass wir uns von einer nach Liedermaching sich anhörenden Band wegentwickelt haben. Wir fühlen etwas eigenes und ich bemerke, dass meine Stimme und ihr Volumen in den letzten Jahren mehr geworden sind.
"Konjunktiv" - die Musik stammt von Thomas Gruhlke und der Text von mir. Die erste Brennung hab ich auch im Regal stehen, davon gab und gibt es auch nur eine einzige Scheibe. Welche Hoffnungen und Wünsche - mal ganz abgesehen von kommerziellen Gedanken - knüpfst Du an "Piratenbräute"? Die "alten" Songs müssen in die Welt, damit die neuen nachwachsen können. Wir haben eine Schublade an fertigen Songs voll, die für mehr als eine weitere Platte reichen. Dazu kommen einige Dutzend Texte, die noch vertont werden müssen... und ja, ich glaub, wir haben noch einiges zu erzählen, was noch gar nicht vertextet ist - für all das ist erst wieder Raum, wenn die ersten Babys in die Welt entlassen sind. Wen möchten Du und Deine Band mit den Liedern erreichen? Alle Lebenshungrigen, und die, die den Lebenshunger verbummelt haben, aber noch nicht gehen wollen.
Wir hoffen, dass alle schon namentlich genannten Mitstreiter vor Ort sind. Und wenn es irgend geht, dann gibt's ne Kostprobe von Elssner-Songs mit Alexander Gutman. Versprechen kann ich aber nichts. Aber ich wünsche es mir sehr. Es kann sein, dass beide Gitarristen vor Ort sind, dass wir wieder so schön unterstützt werden von Tanja-Maria Hirschmüller mit ihrer Saxophon-Kanne. Und es gibt eventuell Tanz. Mein großer Sohn Karl ist inzwischen im Gymnasium und da im Fotokurs; er und evtl. weitere 4 SchülerINNen kommen als Fotografen für deutsche-mugge zum Konzert. Die Drunken Harlems werden mit ihrem Gründungsmitglied Jockel da sein. Wir fahren vielleicht sogar Floß. Bevor wir zum Ende kommen möchte ich noch etwas wissen. Du engagierst Dich für die Björn Schulz Stiftung bzw. für die Kinderhilfe e.V. Bitte erzähl doch etwas über die Stiftung/den Verein und was genau Du da machst... Ich hatte nach der Abgabe meiner Zulassung als Rechtsanwältin natürlich einen Bewerbungsmarathon vor mir. Zunächst beschränkte sich das auch auf juristische Jobs. Aber ich spürte ziemlich schnell, dass ich eigentlich nichts mehr mit der Juristerei beruflich am Hut haben wollte. Ich hab beim JobCenter die mir monatlich abverlangten juristischen Bewerbungen nachgewiesen, mich ansonsten aber anderweitig umgesehen und auch eine große Anzahl von nichtjuristischen Bwerbungen in die Welt geschickt. Bis Juni 2011 waren es insgesamt fast 100. Im Juli war ich dann bei einem Freund an der Ostsee, bewarb mich von da aus bei der Björn Schulz STIFTUNG (www.bjoern-schulz-stiftung.de), bekam eine Woche später die Einladung für ein Gespräch, fuhr nach Berlin und nach kurzer Zeit des Gesprächs zeigte mir mein zukünftiger Chef die Baupläne für den geplanten Umbau des Berliner Kinderhospizes SONNENHOF und auch, wo mein Büro sein wird... Ich hab auch sofort unterschrieben und bin direkt von dort mit den Kindern wieder an die Ostsee. Ich arbeite jetzt in der Akademie der Björn Schulz STIFTUNG, sprich, ich suche Themen oder finde neue, ich gucke mich um nach DozentINNen, ich buche Räume, ich betreue dann das Seminar, ich hab die Kalkulation und die Abrechnung unter meinen Fittichen. Es geht um Pflegethemen, um Trauerarbeit, um Kommunikation über Tod und Sterben und Abschiednehmen, um Trauerrituale. Es geht um Angebote für Familien, für Angehörige eines sterbenden oder gestorbenen Kindes, es geht um Angebote für ehrenamtliche Familienbegleiter, für professionelle Pflegekräfte. Offen sind die Veranstaltungen fast immer für alle Interessierten.
Nicht die eigenen Wünsche und Träume und Bauchgefühle aus den Augen verlieren. Es ist nie zu spät, sie an die Hand und mit auf den Weg zu nehmen. Und sich für das bedingungslose Grundeinkommen einsetzen. Und wenn es mal nicht mehr weiterzugehen scheint: "Überlebe, wenigstens bis morgen..." (Gundermann). Und... wer zuerst errät, welcher Text mir inzwischen etwas peinlich ist, gewinnt eine der inzwischen sehr raren "Fröhliche Weihnacht"-CDs von UV ;-) Das "Rating ;-)" bitte schicken an: patriciaheidrich@gmx.net. UNBEKANNT VERZOGEN vergibt ein Meet&Greet für die 100. Vorbestellung im Neu-Helgoland für die Release-Party, incl. ein Essen... also ran an die Buletten und an die Piratenbräute und ans Telefon: Hotel & Restaurant Neu-Helgoland GmbH Neuhelgoländer Weg 1 12559 Berlin Telefon: (030) 659 82 47 Und ein Herzdank im Namen aller UNBEKANNT VERZOGENen an das Team von deutsche-mugge.de für die jahrelange Unterstützung... Interview: Christian Reder Bearbeitung: cr, ah Fotos: Karl Pfannenschmidt, Julia Schein, Dietmar Meixner, Matthias Rauhut, Bernd Enke ![]() |