19.06 bis 29.08.2009: diverse Konzerte (u.a. ORK)
Langsam, aber sicher neigt sich der Sommer und damit auch die Open Air-Saison dem Ende entgegen, die für uns eine ereignisreiche Zeit mit vorwiegend super Veranstaltungen war. Da waren beispielsweise die Konzerte in Stolberg (Fotos 1 + 2) und Thale am 19./20.06. In Stolberg bot der Schlosshof eine tolle Kulisse für das Konzert. Auch wenn das Schloss selber eine Baustelle war, so konnte man doch gut erkennen, was zum Vorschein kommen wird, wenn die Bauplanen erst mal abgenommen werden. An dieser Stelle vielen Dank für die nächtliche Schlossführung, bei welcher Christian sich dazu hinreißen ließ, auf einem im Schloss stehenden Flügel in einem nur spärlich beleuchteten Saal die "Sieben Brücken" zu intonieren. Das hatte dann doch einen leichten Gänsehautfaktor, was aber nicht etwa daran lag, dass Christian schlecht spielte (nebenbei bemerkt: er schlägt sich ganz gut), sondern eher an der Atmosphäre und Akustik eines leeren Schlosses bei Nacht.
Am nächsten Tag stand Thale auf dem Programm, und da wir noch eine weitere Nacht im selben Hotel in Stolberg verbrachten und nicht weiterfahren mussten, was ja sonst eher selten vorkommt, nutzten wir die Zeit bis zum Soundcheck, die Stadt Stolberg einer näheren Betrachtung zu unterziehen, was sich am Ende als lohnenswertes Unterfangen herausstellte. Das Konzert im Bergtheater Thale war wie immer ein Erlebnis, und auch wenn es zwischendurch mal kurz zu regnen anfing, tat es der Stimmung keinen Abbruch.
Als Gegenstück zu diesem ziemlich entspannten Wochenende entpuppte sich das Wochenende 03./04.07 in Bernburg und Lengenfeld. Es fing ja noch relativ harmlos damit an, dass Martin beim Losfahren sagte, er habe Schmerzen im Bein, die wohl von zwei ungewöhnlich großen Insektenstichen herrührten. Soweit noch alles gut. Als wir in Bernburg ankamen, war so richtig gar nichts mehr gut, denn offensichtlich hatte Martin inzwischen Fieber bekommen. Also nix mit Soundcheck für Martin, sondern ab zum Arzt. Der stellte dann auch eine Blutvergiftung fest und war eigentlich auch der Meinung, dass Martin unter Beobachtung ins Krankenhaus gehört und nicht auf die Bühne. Aber was will man machen, The Show Must Go On. Während des Konzertes wurde das Bein hoch gelagert, und mit der Mundi am Bühnenrand rumhopsen war streng verboten. Auch die Autogrammstunde fand ohne Martin statt. Am nächsten Tag in Lengenfeld das gleiche Spiel. Martin mußte sofort nach Ankunft zum Arzt und bekam auch für diesen Abend medizinisches Personal zur Seite gestellt, man kann ja nie wissen. Aber auch dieses Konzert hat unser Kranker mit Bravour gemeistert. Für Martin war das natürlich alles eine hochgradige Belastung und es ist wirklich sehr bewundernswert, wie tapfer er die beiden Tage durchgehalten hat. Hoffen wir, dass eine solche Situation so schnell nicht wieder eintritt.
Tja, und auch mit Regen hatten wir zu kämpfen, so zum Beispiel in Lauchhammer, in Schierke, in Warnemünde sogar mit Extrem-Regen und Gewitter (wobei da die Leute trocken unter einem Dach saßen, allerdings sah es für Teile der Anlage nicht so gut aus) und am Spremberger Stausee. Trotzdem war bei all diesen Regenveranstaltungen eine gute Stimmung und man konnte beobachten, wie den Leuten das Wetter im Laufe des Konzerts egal wurde, immer mehr Regenschirme wurden trotz strömenden Regens zusammengeklappt und die Show in vollen Zügen genossen. Hoffen wir mal, dass es danach nicht so viele Erkältungen gab.
Nicht zu vergessen natürlich auch die Shows in Rotenhain mit einer hervorragenden Organisation, Bitterfeld mit einer schwimmenden Bühne, Duderstadt mit Silbermond und Peter Maffay, mit dem Claudius zum Finale gemeinsam die "Sieben Brücken" sang und Ed mit von der Partie war sowie auch jede andere Show, die bis jetzt in diesem Jahr stattfand und die an dieser Stelle nicht extra Erwähnung fand.
Ja, und dann ist natürlich auch wieder die Zeit für Ostrock in Klassik angebrochen. Zwei Shows sind schon gelaufen, in Dresden und Berlin. Mit City und Holger Biege sind in diesem Jahr zwei neue Acts im Programm, die sich in jedem Fall als Bereicherung erwiesen haben. Wie immer macht es auch in dieser Saison Spaß, mit all den Leuten gemeinsam auf der Bühne zu stehen und die Show im Nachhinein auch gemeinsam auszuwerten... :-)
Noch liegen viele Termine vor uns, wir sehen uns...!




06. bis 11.05.2009: Kosovo (Konzerte für die Friedenstruppen)
Abflug 06.05.09 morgens um 09:00 Uhr in Penzing bei Landsberg(Bayern). Natürlich waren wir alle sehr gespannt auf das was uns erwartet, und noch größer war die Überraschung als wir am Flughafen erfuhren, dass wir eine Maschine vom Typ Transall ganz für uns alleine hatten. Noch größer wurde die Überraschung dann, als wir sahen wie voll das Flugzeug nur mit unserem Equitment mit insgesamt 5,3 Tonnen war.
Der Flug dauerte 3,5 Stunden und wir setzten pünktlich zur Landung in Pristina an. In den folgenden Tagen erlebten wir viel und es wurden uns - soweit es möglich war - auch viel von dem Land Kosovo gezeigt. Da immer noch Sicherheitsstufe 1 dort ist, sagt man "die Lage ist ruhig aber nicht stabil".
Untergebracht wurden wir unter all den Soldaten im Containerdorf, was auch seinen Reiz hatte. Aber wir durften ja auch nach fünf Tagen wieder abreisen. Hut ab vor all denen, die dort 4-6 Monate leben müssen und das Lager nicht verlassen dürfen. Das Verlassen des Lagers wurde uns natürlich nur unter Begleitung ermöglicht.
Insgesamt haben wir zwei Konzerte gegeben, und wie zu erwarten war, hatten wir auch ein wirklich dankbares Publikum.
Am 11.05.09 sind wir dann wieder zurück nach Deutschland geflogen mit vielen Eindrücken aber auch einer gesunden Einschätzung über die Arbeit der Kfor Truppen im Kosovo. Wir haben es nicht bereut diesen Truppen durch unsere Musik ein wenig Ablenkung, wenn nicht so gar Feierlaune, zu vermitteln. Die Aufgaben und die Verantwortung der Kfor im Kosovo sind wirklich nicht zu unterschätzen, und man sollte sich, bevor man das negativ beurteilt, alle Informationen einholen, um eine richtige Einschätzung zu bekommen. In diesem Tagebuch-Eintrag (und auch unter "Fotos") haben wir noch ein paar Fotos online gestellt, die aber nur einen kleinen Eindruck vermitteln können.
Beste Grüsse
Karat + Crew




03. bis 04.04.2009: Erfurt (Tourauftakt)
Und da waren wir wieder...
Wie immer seit über 10 Jahren startete die diesjährige Konzertsaison mit zwei Muggen im dasdie in Erfurt, seit letztem Jahr allerdings nicht mehr im dasdie Live, sondern im größeren Brettl. Aber egal, wo, ein bisschen ist es ja mittlerweile wie nach Hause kommen, irgendwie...
Anreise war schon am Mittwoch, die Zeit bis zum Freitag wurde genutzt, um noch mal zu proben, immerhin war geplant, dem Publikum drei neue Songs von der im nächsten Jahr erscheinenden CD vorzustellen, "Vorbei", "Willkommen im Club" und "Wie sie war'n". Auch die"Marionetten" von der "Der Blaue Planet" - LP, die auch in dieser Besetzung noch nie live gespielt wurden, sollten zu neuem Leben erweckt werden.
Vor dem ersten Konzert am Freitag war die Nervosität und die Spannung entsprechend groß, wie die Leute die neuen Songs aufnehmen würden und ob denn auch alles einigermaßen gut laufen würde. Aber die Sorgen waren unbegründet und das Publikum war - wie immer in Erfurt - wunderbar.
Nach dem Konzert gab es die inzwischen zu festen Punkt gewordene Autogrammstunde und es wurden mit alten und neuen Freunden an der Bar noch ein oder zwei Limo auf die Live-Premiere der neuen Songs getrunken. Am nächsten Tag war die Nervosität des Vortages deutlich zurückgegangen, und alle sahen dem Abend wesentlich gelassener entgegen. Einige nahmen sich tagsüber auch die Zeit für einen kleinen Stadtbummel. Mittlerweile kennen wir uns in Erfurt ja auch ein bisschen aus, und man hat auch schon so seine Lieblingsrestaurants, wo man dann doch jedes Jahr aufs Neue hängen bleibt.
Das Konzert am Samstagabend war dann wieder eine runde Sache und die Stimmung war sogar noch ein bisschen besser als am Vortag, obwohl das kaum möglich schien. Alles in Allem hat auch dieses Jahr Erfurt absoluten Spaß gemacht und uns einen guten Start in die neue Konzertsaison beschert. Nächstes Jahr sehen wir uns wieder, dann aber in der "Alten Oper", bis dahin also....




27.12.2008: Berlin, O²-Arena
So richtig war der Weihnachtsbraten noch nicht durchgerutscht, als wir uns in der O2-Arena einfanden, um dort mit Bands wie Slade, Tremoloes und anderen das Publikum aus ihrer besinnlichen Weihnachtsstimmung aufzuwecken.
Dummerweise war auch der Ablauf noch nicht so richtig klar, denn keiner wusste, ob Hot Chocolate, die auch an diesem Abend auftraten und die Show eröffnen sollten, rechtzeitig ankommen würden. Deshalb hatte sich Karat bereit erklärt, in Falle eines Falles deren Platz einzunehmen. Das hieß allerdings, zeitig da sein und warten.
Und "warten" wurde dann auch zum Motto des Abends. Hot Chocolate waren dann doch rechtzeitig da und eröffneten gegen 18.00 Uhr. Das hieß für uns, dass wir als letzte dran waren, so gegen 22.00 Uhr vielleicht. Aber wie das halt so ist bei Live-Veranstaltungen, so genau ist das nicht planbar. Also war es denn letztendlich fast 23.00 Uhr, als der "Blaue Planet" am O2-Himmel aufging. Die Befürchtungen, dass das Publikum eventuell schon müde und deshalb vielleicht gar nicht mehr aufnahmefähig oder -willig sein könnte, erwiesen sich zum Glück als unbegründet.
Und so endete der erste Auftritt in der O2-Arena nach fünf Titeln vor einem begeisterten Publikum und ein langer Tag ging zu Ende und damit auch das Konzertjahr 2008. Wir möchten uns noch mal bei allen bedanken, die uns die Treue gehalten haben, zu unseren Shows gekommen sind und hoffen, euch im kommenden Jahr auch wieder bei dem einen oder anderen Konzert zu sehen.




22.12.2008: Berlin, Hotel Estrel
Jedes Jahr zur Weihnachtszeit organisiert der bekannte und beliebte Entertainer Frank Zander ein Weihnachtsessen für Obdachlose und Einkommensschwache in Europas größtem Hotel, dem Estrel. Es gibt Gänsekeule mit Rotkohl und Klößen, serviert von Prominenten aus Kultur und Politik, der Weihnachtsmann ist unterwegs und es werden viele notwendige Sachspenden verteilt. Und auch für die musikalische Unterhaltung wird bestens gesorgt. Zuallererst natürlich von Frank Zander selber, aber auch Frank Schöbel und Karat, die er in diesem Jahr als Verstärkung eingeladen hatte, wurden von den 2500 Gästen begeistert aufgenommen. Wir haben uns sehr gefreut, in diesem Jahr zu dieser Veranstaltung eingeladen worden zu sein. Es ist eine ganz tolle und wichtige Sache, die Frank Zander hier nun zum 14. Mal organisiert hat, und deshalb hat er sich den Titel "Berliner des Jahres 2008" redlich verdient. Auch von dieser Stelle Herzlichen Glückwunsch. Die Band ist sich einig, dass sie jederzeit wieder zur Verfügung steht, um ihn in seinem Engagement zu unterstützen. Kleiner Nachtrag in eigener Sache: Und wieder ist Christian um eine Geburtstagsrunde drumherum gekommen, aber wir haben ein gutes Gedächtnis.....




15.10.2008: Ostrock in Klassik
Seit einer ganzen Weile ist es wieder soweit, die Klassik Tour läuft. Auch in diesem Jahr ist die fast komplette erfolgreiche Besatzung der letzten Tour wieder an Bord, nur dass an Stelle von Werther Lohse und Dirk Michaelis nun IC Falkenberg und Dirk Zöllner am Start sind.
Außergewöhnlich in diesem Jahr ist, dass bei einigen Konzerten, so es mit seinem Terminplan vereinbar war, Günther Fischer als Gast auftrat, dessen Filmsong "Solo Sunny" sicherlich den meisten bekannt ist und der von seiner Tochter Laura beeindruckend gesungen wurde. Zu jedem der bisher erfolgten Konzerte etwas sagen zu wollen, wäre nicht möglich, denn in jeder Stadt gab es verschiedene Highlights, es ist immer wieder anders und immer wieder neu, nur das Publikum ist beständig in seiner Begeisterung und macht es so für alle Beteiligten einmal mehr zu einer runden Sache.
Selbst diverse auftretende technische Probleme konnten bisher die Begeisterung der Künstler kaum bremsen, und in den meisten Fällen konnte alles gelöst werden, bevor die Show losging. Auch die Stimmung der Mitwirkenden untereinander könnte besser nicht sein, es gibt keine Rivalitäten, kein Hauen und Stechen, eigentlich nur Kollegialität und Freude über die Veranstaltung und die Möglichkeit, gemeinsam an diesem Projekt mitwirken zu können.
Hinter den Kulissen gibt es wie immer gute Laune und jede Menge Spaß, und der Cateringraum ist der beliebteste Treffpunkt überhaupt, was nicht in erster Linie mit Nahrungsaufnahme zu tun hat. Viele hatten sich aufgrund ihrer verschiedenen Verpflichtungen schon länger nicht gesehen und dementsprechend gibt es einen durchaus nicht zu unterschätzenden Bedarf an Informationsaustausch.
Der größte Teil der Tour ist mittlerweile leider vorbei, es stehen nur noch zwei Termine aus. Bleibt zu hoffen, dass auch diese sich nahtlos in die Reihe ihrer Vorgänger in Sachen Spaß, Erfolg und Publikumsbegeisterung einreihen. Wir freuen uns schon drauf.




26.09.2008: Ahnatal...
27.09.2008: Meyenburg...
Ahnatal gehört zu Kassel, und zu Ahnatal gehört ein Ortsteil, der Weimar heißt, was wir alle sehr lustig fanden, denn bekannterweise kommt ja unsere Technikcrew aus Weimar, allerdings aus dem in Thüringen. Da wurde gemeinerweise schon im Vorfeld spekuliert, wie groß denn die Wahrscheinlichkeit wäre, dass die Weimaraner auch ankommen... Doch glücklicherweise ist niemand in Thüringen geblieben, sondern alle sind, wenn auch nach einigem Suchen, im Ganzen und am Stück angekommen.
Der Saal war wirklich hübsch, und der Veranstalter sehr zuversichtlich, denn so viele Veranstaltungen in dieser Form hatte es dort noch nicht gegeben. Aber da er selber Karat-Fan ist, vertraute er einfach darauf, dass es auch in dieser Gegend einige dieser Exemplare geben wird. Und siehe da: so Unrecht hatte er nicht, denn der Saal, der sich anfangs nur sehr zögerlich füllte, war zu Konzertbeginn dann doch noch sehr gut ausgelastet und auch zur Autogrammstunde war der Andrang groß.
Die Verantwortlichen vor Ort haben sich wirklich große Mühe gemacht, uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen und wir wären gerne noch ein bisschen geblieben, aber Einer nach dem Anderen verschwand vernünftigerweise Richtung Hotelbett, denn... am nächsten Morgen, ganz, ganz früh - der Nebel hatte noch keine Zeit gehabt, sich zu verflüchtigen - mussten wir dann los Richtung Meyenburg, was ja wieder mal am völlig entgegengesetzten Ende der Republik liegt. An sich kein Problem, nur der erschwerende Umstand war einfach, dass der Soundcheck dort schon am Nachmittag um 14.00 Uhr losgehen sollte und bei so langen Strecken weiß man ja nie, was einem unterwegs in Form von Stau, Baustellen oder sonstigen lustigen Sachen begegnet. Aber irgendwie haben es alle geschafft, rechtzeitig und teilweise auch zu zeitig da zu sein und bei strahlendem Sonnenschein das Publikum im Schlosspark Meyenburg zu begeistern.




05.09.2008: Dorf Mecklenburg...
06.09.2008: Oebisfelde...
Wir hatte ja schon wirklich jede Menge außergewöhnliche Gaderobenräume, aber so was Einmaliges wie in Dorf Mecklenburg haben wir auch noch nicht erlebt. Die Gaderobe und das Catering befanden sich mitten in einem Museum zwischen alten Landwirtschaftsmaschinen, Traktoren, Uraltfernsehgeräten und allerhand weiterem historischen und hochinteressantem Gerät. Natürlich wurde dann auch mehr geguckt und gelacht als gegessen, und das eine oder andere "Weißt Du noch...?" und "Guck mal hier, kannst Du dich daran noch erinnern?" wurde laut. Micha hatten es vor allem die alten Fernsehgeräte und Plattenspieler angetan.
Am nächsten Tag in Oebisfelde gab es wieder was zu gucken, nämlich eine Burgruine, in deren Innenhof die Bühne aufgebaut wurde. Christian ließ es sich nicht nehmen und krabbelte auf den Burgfried, um aus luftiger Höhe der Vorband beim Soundcheck zuzusehen.
Das Wetter, immer ein beliebtes Thema bei Open Air-Veranstaltungen, meinte es an diesem Abend nicht gut mit uns. Etwa nach dem ersten Drittel des Konzertes fing es an zu regnen und das änderte sich auch nur dahingehend, dass es mal regnete und dann mal wieder schüttete. Glücklicherweise war der Regen nur für sehr Wenige ein Grund, den Burghof zu verlassen, denn der überwiegende Teil des Publikums hielt aus und trotzte bis zum Schluss dem unfreundlichen Wetter. Und wenn auch die Autogrammstunde an diesem Abend eine äußerst feuchte Angelegenheit war, es schien die Leute nicht mehr wirklich zu stören, denn nass waren sie ja sowieso. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an die tapferen Zuschauer.




08.08.2008: Celle...
09.08.2008: Hamburg...
12.08.2008: Warnemünde...
Das Altstadtfest in Celle hat eine lange Tradition und umso schöner für uns, dass wir in diesem Jahr dabei sein konnten. Allerdings hatte es sich wohl noch nicht bis zu allen Einwohnern dieses malerischen Städtchens herumgesprochen, dass es an solchen Tagen auch mal laut werden kann. Jedenfalls schien der ältere Herr, der wutentbrannt beim Soundcheck auftauchte, nicht viel von Musik zu halten. Es war ihm einfach zu laut. Erst versuchte er, seinem Unmut vor der Bühne Luft zu machen, und als das alles nichts half, beschloss er, es nachdrücklicher zu versuchen, indem er die Bühne enterte und Christian verbal aus nächster Nähe attackierte, der allerdings seine ihm eigene Ruhe nicht verlor... Dann versuchte er es bei Claudius, aber auch da fand er kein williges Opfer. Niemand ließ sich provozieren. Glücklicherweise kam dann auch jemand vom Sicherheitsdienst und machte dem Spuk ein Ende. Man konnte den älteren Herren mit dem lauten Organ noch eine ganze Weile auf seinem Heimweg verfolgen, er war ja nicht zu überhören...


Am nächsten Tag in Hamburg gab es solche Zwischenfälle nicht, und auch das Wetter war uns gut gesonnen. Da wir alle schon viel zu zeitig am Ort waren, blieb auch noch ein bisschen Zeit zum Relaxen, wie man hier eindrucksvoll an Micha sehen kann.
Von Hamburg aus fuhren einige nach Hause, andere wiederum machten sich auf den Weg nach Warnemünde, um vor der für den Dienstag geplanten Fernsehsendung des MDR noch einen Tag Urlaub an der See einzuschieben und tatsächlich wurde auch der eine oder andere beim Fahrradfahren gesichtet.
Derart erholt konnte die Fernsehsendung ja nur gut werden. Die Bühne des MDR, der mit seiner Sendung "Hier ab 4" auf Sommertour war, stand direkt im Sand am Strand von Warnemünde, in Höhe des Teepotts. Karat war mit vier Liedern vertreten und zwischendurch gab es auch noch Talkrunden mit der Band. In den Pausen zwischendurch, in denen die Band die Bühne verließ, war der Andrang groß, denn viele Urlauber wollten sich die Chance auf ein Foto mit Karat am Strand nicht entgehen lassen.




05.07.2008: Leipzig...
06.07.2008: Chemnitz...
Ein Konzert im Hof einer Brauerei, ja nun, so schlecht nun auch nicht... Eine sehr interessante Kulisse bot sich in der Reudnitzer Brauerei, überall hoch aufgeschichtete Bierkästenburgen, auch neben der Bühne. Auf jeden Fall war diese Art der Absperrung dekorativer als so manch Althergebrachte.
Das Interessanteste an diesem Abend war aber, dass Helmut Richter, der Texter der "Sieben Brücken", auch anwesend war. Nach der Show fand dann noch ein Treffen mit der Band statt, und es wurde lange gesessen und geredet. Ein sehr schöner Ausklang dieses insgesamt tollen Abends.
Ob der Abend in Chemnitz auch so toll werden würde, wagte so manch einer doch zu bezweifeln. Je näher wir am nächsten Tag von Leipzig aus Richtung Chemnitz fuhren, um so mehr zogen dicke Wolken auf. Und als wir vorm Hotel ankamen, hatten wir den schönsten Wolkenbruch. Dummerweise sah es aber auch nicht so aus, als wolle es die nächsten 14 Tage wieder aufhören. Später, an der Bühne, erzählte uns jemand, dass das in Chemnitz beim Pressefest jedes Jahr so ist. Hm, Termin verlegen? Andererseits, es gibt ja einen klasse Regenschutz vor der Bühne, ein riesiges Dach, unter dem doch jede Menge Leute Platz haben. Und außerdem ist es ja auch ein großes Kompliment an die Band, wenn die Leute trotz des Regens nicht auf Karat verzichten wollen, oder?
Und so wurde es denn auch hier wieder ein schöner, wenn auch streckenweise feuchter Abend. Wollen wir hoffen, dass sich niemand verkühlt hat...




28.06.2008: Bestensee...
29.06.2008: Zielitz...
In Bestensee sah es zuerst ganz so aus, als sollten wir ganz fürchterlich einregnen. Aber am Ende hatte Petrus ein Einsehen, und schloss seine Schleusen rechtzeitig zum Konzert. Im Festzelt war es dann auch entsprechend tropisch, aber der Stimmung tat das letztendlich keinen Abbruch.
Am nächsten Tag fuhren wir dann nach Zielitz. Im Rahmen des Zielitzer Bergfestes war Tag der offenen Tür im Kaliwerk. Dort angekommen, bot man uns eine Werksführung an, die wir natürlich alle gerne in Anspruch nahmen, denn wann bekommt man schon mal Gelegenheit, so hautnah ein Kaliwerk zu besichtigen. Mit einem kleinen Bus fuhren wir dann durch das Werk und zum Schluss auch auf die große Halde. Für jemanden mit Höhenangst wäre das sicherlich kein Vergnügen gewesen, aber wir sind ja alle mutig: und so genossen wir die Aussicht, die sich uns vom Gipfel der Halde bot. Leider hatte ausgerechnet an diesem Tag niemand einen Fotoapparat dabei, und so konnten wir diese Eindrücke nicht im Bild festhalten, schade. Vielen Dank noch mal für diese Extra-Führung!!!
Das Konzert begann 18.00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein, eine eher ungewohnte Situation und Zeit. Doch mit der Maßgabe, dass 20.45 Uhr der Anpfiff zum Finale der Fußball-EM stattfand, waren sowohl Band als auch der größte und durchaus nicht nur männliche Teil des Publikums der Meinung, dass das die absolut richtige Entscheidung war. Nach dem Konzert versammelten sich alle noch anwesenden Band- und Crewmitglieder im Backstagebereich. Dort hatte der Veranstalter zum Fußball gucken geladen...







18.06.2008: Thyrow, Kulturscheune... Ein Auftritt der etwas anderen Art stand heute auf dem Programm. In Thyrow sollte im Rahmen einer neuen Veranstaltungsreihe eine Art "talk & unplugged" stattfinden, und zur ersten Ausgabe hatte man Karat eingeladen.
Also fuhren Bernd, Christian und Claudius mit Gitarren unterm Arm nach Thyrow. Der Veranstaltungsort stellte sich als ausgebautes und liebevoll renoviertes Bauerngehöft heraus, mit einem ganz tollen Innenhof, einer verschmusten Hofkatze und mehreren Räumen für Veranstaltungen. Auf der Bühne der Kulturscheune sorgten zwei Sessel und ein Sofa sowie diverse Kerzenständer für eine sehr gemütliche Wohnzimmeratmosphäre. Trotzdem, ein bisschen unsicher waren wir schon, wie viele Leute sich bei diesem wunderschönen Grillwetter denn zu einer Veranstaltung locken lassen würden, vom Fußball im Fernsehen mal ganz abgesehen. Aber siehe da, kurz vor 20.00 Uhr waren dann doch so viele eingetroffen, dass die Veranstalter vor Beginn sogar noch fleißig Stühle tragen mussten, damit alle einen Platz fanden.
Los ging's dann mit einem Interview, geführt von Detlef Olle (u.a. Moderator bei Antenne Brandenburg), bei dem die gesamte Bandgeschichte beleuchtet, Vergangenes und Zukünftiges besprochen, und auch dieses und jenes aus dem privaten Bereich verraten wurde. Als Höhepunkt der Veranstaltung gab es fünf Karat-Songs in einer so noch nie gehörten Akustik-Fassung, unter anderem den "Albatros". Gänsehaut pur....
Nach dem Auftritt saßen dann alle noch eine Weile im Hof, gaben Autogramme und auch ein Feierabendbier wurde gesichtet... Unterm Strich kann man sagen, dass dieser Abend eine gelungene erste Veranstaltung der geplanten neuen Reihe war. Bleibt den Leuten von der Thyrower Kulturscheune viel Erfolg zu wünschen - und übrigens: klasse Schnitzel, Danke, Chefin!!!








13.06.2008: Leinefelde...
14.06.2008: Merseburg...
15.06.2008: Güstrow...
Dieses Wochenende begann ganz harmlos, alles wie immer... Anfahrt nach Leinefelde, Soundcheck. Zwischendurch immer mal wieder ein besorgter Blick zum Himmel, der an diesem Nachmittag nicht sehr viel versprechend aussah, und in Abständen auch seine Schleusen öffnete. Nach dem Soundcheck ging's zum Catering, und dort wartete auch schon das örtliche Fernsehen auf Claudius, die gerne ein kurzes Interview mit ihm führen wollten.
Trotz des unbeständigen Wetters war am Abend der Platz brechend voll und der Regen hielt sich dann auch zurück. Unterm Strich ein gelungenes Konzert.
Am nächsten Morgen war noch keine große Eile geboten, und wir konnten gemütlich Richtung Merseburg reisen, denn dort wurden wir erst gegen 19.00 Uhr erwartet. In Merseburg war die Hölle los, es war Sachsen-Anhalt-Tag und die gesamte Innenstadt ein riesiges Volksfest. Es gab jede Menge Bühnen, auf denen viele interessante Bands zu Gange waren. Wir mussten uns Richtung Marktplatz zur MDR-Bühne durchschlagen. Gegen 23.15 Uhr war dann eine halbe Stunde Showtime für uns, und das Publikum war unheimlich gut drauf. Nach dem Auftritt machte sich eine gewisse Unruhe bemerkbar, denn der unangenehme Teil des Wochenendes rückte näher. Die Weiterfahrt nach Güstrow stand bevor, wo am nächsten Tag um die Mittagszeit das Konzert stattfinden sollte, und von Merseburg aus mußte man mit gut vier Stunden Fahrtzeit rechnen, ohne Kaffeepause. Aber erst mußte ja noch das Finale der Gute-Laune-Party des MDR absolviert werden. Zwanzig Minuten nach Mitternacht starteten wir dann Richtung Norden und kamen nach einer sehr anstrengenden Nachtfahrt alle so zwischen vier und halb fünf am Morgen in Güstrow an, und verschwanden so schnell wie möglich in den Betten, denn spätestens um 09.00 Uhr war aufstehen angesagt. So richtig munter war am nächsten Morgen wohl keiner.
Auf der Fahrt vom Hotel zum Sky-Family-Day in Güstrow gerieten wir erst mal in einen gewaltigen Stau, offensichtlich war ganz Güstrow und die nähere und teilweise auch weitere Umgebung auf den Beinen bzw. Rädern. Wir hatten uns zwar schon unsere Gedanken gemacht, wer denn zum Sonntagmittag zu einem Konzert gehen sollte, aber die Bedenken waren völlig umsonst... das Festgelände war überbevölkert, und offensichtlich dachte niemand an Schweinebraten und Sonntagskuchen, sondern eher an Fischbrötchen und Spaß.
Ein richtiger Soundcheck konnte an dem Tag leider nicht gemacht werden, da ja auf der Bühne schon Programm lief. Dadurch gab es dann auch bei Bass und Keyboard einige Probleme, wovon sich allerdings niemand wirklich irritieren ließ. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung, und auch von der durchaus vorhandenen Müdigkeit war nicht mehr viel zu spüren. Das Publikum war begeistert, und Rufe nach Zugaben wurden laut. Allerdings war die Zeit begrenzt, denn die nächste Band stand schon in den Startlöchern. Dann ging es ab nach Hause...
Einem scheint allerdings dieses vollgepackte Wochenende nicht gereicht zu haben, denn am selben Abend, nach der Rückkehr aus Güstrow, wurde Claudius gesichtet, wie er bei einem Konzert von Thomas Natschinski und Gästen spontan auf die Bühne sprang und mit ihm gemeinsam "Und ich liebe Dich" sang. Neben Thomas Natschinski stand übrigens auch Thomas Kurzhals an den Keyboards, und mit Claudius am Mikro war das eine sehr interessante Konstellation, die man in der Form auch nicht alle Tage hat.






31.05.2008: Cottbus... Gefühlte 120 Grad im Schatten, ein Tag wie aus dem Sommerbilderbuch und Spreeauennacht in Cottbus. In die Spree wäre auch sicherlich manch einer gerne gehüpft, vor allem unsere Road-Crew, die ja schon früh vor Ort sein musste.
Leicht hatten es unsere Jungs an dem Tag mit Sicherheit nicht. Da konnte man schon den einen oder anderen freien Oberkörper bestaunen, der einen gepflegten Sonnenbrand hatte. Auf Dirk und Kai hatte die Sonne auch noch ganz andere Auswirkungen, die zwar im Bild festgehalten wurden, aber nicht weiter kommentiert werden sollten, das Foto spricht für sich...;-) Glücklicherweise war die Bühne in einem Park aufgebaut, und das auch noch so günstig, dass sich dann backstage doch noch ein Schattenplatz gefunden hat, wo es gut auszuhalten war. Bleibt zu sagen, dass an diesem Tag ungefähr 14.000 Leute da waren, die ein Konzert mit Karat dem Faulenzen am Badesee vorzogen und für eine super Stimmung sorgten.
Ein Hinweis in eigener Sache: Beim Verkauf hat ein Konzertbesucher aus Versehen die leere Hülle anstatt seiner gekauften CD mitgenommen. Sollte er oder jemand, der ihn kennt, das lesen, bitte bei uns melden. Wir möchten ihm selbstverständlich sein Eigentum zukommen lassen.




24.05.2008: Wittenburg... Schnee, Schnee, wir fahren in den Schnee... und das bei durchaus sommerlichen Außentemperaturen. Irgendwie seltsam... Es ist schon sehr bemerkenswert, an welch interessante Orte uns der Tourplan manchmal führt. Aber als wir in Wittenburg im SnowFunPark ankamen, sahen wir keine Spur von Schnee. Der war nämlich in einer großen Halle versteckt. Na ja, eigentlich auch logisch, wie hätte es auch anders funktionieren sollen...
Nicht versteckt allerdings hatte sich Ute Freudenberg, die ebenfalls an diesem Abend einen Auftritt hatte. Und wie das halt immer so ist, wenn wir auf Ute treffen, gab es zwischen Soundcheck und Konzert jede Menge zu lachen und zu reden.
Übrigens, den Schnee haben wir an dem Abend dann doch noch gesehen, wenn auch nur hinter einen großen Glasscheibe, bei einem gemütlichen Après Ski, natürlich mit Ute und ihrer Band.






Michas Bude vor dem übergroßen Weinfass
10.05.2008: Freyburg/Lichthof Sektkellerei... Ein strahlend schöner Tag, eigentlich viel zu schade für ein Konzert im Saal. Doch nach der Ankunft im Lichthof der Sektkellerei in Freyburg waren diese Gedanken schnell vergessen. Ein wunderschönes Ambiente, die Sonne fand ihren Weg durch das Glasdach. Die Deko war sehr stilvoll, einfach mal was Anderes. Vor allem das Schlagzeug sah vor der alten Weinfassdeko sehr bizarr aus. In der Gaderobe gab es dann zum Probieren Rotwein und Weisswein aus der Produktion der Sektkellerei, aber natürlich nicht zu viel, man wollte ja noch eine gute Show liefern. Aber kosten kann man ja mal...
Ein bisschen Bedenken hatten sich eingeschlichen, ob denn auch der Saal voll werden würde, ob die Leute bei dem schönen Wetter denn überhaupt Lust auf ein Saalkonzert haben würden, und die Eintrittspreise waren ja auch nicht gerade niedrig. Aber zum Glück erwiesen sich diese Befürchtungen als gegenstandslos, der Lichthof war ausverkauft. Der Funke zwischen Band und Publikum zündete ziemlich schnell, und am Ende war es einfach ein toller Abend. Diesmal gab es auch wieder eine Autogrammstunde, und danach hieß es, schnell ins Hotel und nach einem Gute-Nacht-Bier ins Bett, denn am nächsten Morgen war zeitiges Aufstehen angesagt, um nach Mainz zum Fernsehgarten zu fahren.




03.05.2008: Zeltrocknächte in Altenbeuthen... Die Anfahrt nach Altenbeuthen war schon ein kleines Abenteuer für sich. Eine wunderschöne Landschaft, Berg und Tal, ein Stausee, alles ganz toll, aber leider folgten auch die Straßen dem Prinzip Berg und Tal, Kurve hier, Verengung da, ein bisschen anstrengend war es schon.
Also, einmal durchzählen, ob alle angekommen sind, und dann antreten zum Soundcheck. Dabei wurde erst mal festgestellt, dass die Bühne irgendwie nicht ganz gerade stand. Alles purzelte immer nur in eine Richtung, lief man nach links, ging es bergab, lief man nach rechts, war es fast schon Bergsteigen :-) Eine sportliche Einlage sozusagen. Aber kann ja nicht schaden, vor allem, weil es danach gleich zum Essen ging: Rouladen oder Gans, das war hier die Frage. Danach gab es schon den Einen oder den Anderen, der gerne noch mal ins Hotel gefahren wäre, um ein kleines Verdauungsschläfchen zu halten. Allerdings war das in diesem Fall nicht so einfach. Das Hotel war fast 30 km entfernt und wieder über Berg und Tal, an Fuchs und Hase vorbei, das entlockte kaum jemandem Begeisterungsstürme. Deshalb entschieden sich alle, die Zeit vor Ort zu verbringen. Als Aufenthaltsraum war uns der örtliche Jugendclub zur Verfügung gestellt worden, der eigentlich recht gemütlich war. Es dauerte auch nicht lange, da entdeckten Christian und Martin die Mini-Ausführung eines Billardtisches und beschlossen, die Zeit bis zum Konzert damit zu überbrücken.
Also wurde das Teil erst mal vor der Tür des Clubs in Position gebracht. Allerdings mußten unsere beiden Billardprofis schnell feststellen, dass hier nicht nur die Bühne nicht ganz gerade steht. Außerdem war es wohl doch nicht so einfach, mit diesem kleinen Tisch ein einigermaßen anständiges Spiel hinzukriegen. Mit Einbruch der Dunkelheit mussten Sie dann sowieso aufgeben und gesellten sich zu den Anderen, die sich im Fernsehen DSDS ansahen und die Sendung mit fachmännischen Kommentaren begleiteten, wobei sich die Kommentare nicht immer auf die musikalische Komponente beschränkten, zumindest, wenn es um die weiblichen Kandidaten ging:-)))
Dann war es auch schon Zeit für den Auftritt. Das Zelt war gut gefüllt und die Stimmung absolut klasse. Ein wunderbares Konzert, auch wenn mit einigen technischen Unzulänglichkeiten gekämpft werden musste. Der Spielfreude tat das keinen Abbruch und das Publikum dankte es mit begeistertem Applaus. Eine Autogrammstunde gab es diesmal aus organisatorischen Gründen nicht.
Vielen Dank an dieser Stelle auch noch mal an den Veranstalter, der versucht hat, uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.










Micha Schwandt beim Soundcheck
17.12.2007: Karat live im Berliner Friedrichstadt-Palast. Der letzte Ton verklang, Beifall wurde laut, es hatte alles funktioniert, bis auf hier und da... aber das ist eben live... Strahlende Gesichter, bei der Band, bei den Fans und auch bei der Crew. Die Aufregung und der Stress hatten sich letztendlich gelohnt, es war etwas Besonderes geworden. Aber mal ganz von vorn:
Etwas Besonderes sollte es werden. Gut, aber was? Und wo? Und wie? Die Vorweihnachtszeit bietet sich ja förmlich an, den gewohnten Dingen einen festlichen Rahmen zu verleihen. Der Gedanke, ein Dankeschönkonzert für alle diejenigen zu veranstalten, die während der schweren und belastenden Zeit ohne Namen treu zur Band gestanden hatten, stand schon länger auf der Liste. Aber nun sollte er Gestalt annehmen. Es fand ein Treffen statt, bei dem alle ihre Vorschläge einbrachten, die, je nach Machbarkeit, angenommen, abgelehnt, aber in jedem Fall diskutiert wurden. Gäste wurden vorgeschlagen... "Ed auf jedem Fall", aber das ist ja eigentlich kein Gast, sondern ein Bandmitglied. Nicht zu viele sollten es sein, denn es sollte ja in erster Linie ein Karat-Konzert werden. Am Ende einigte man sich, als Bonbon sozusagen, auf Ute Freudenberg.
Tine Römer und Ingrid Schwandt mit der Gästeliste
Ein Video zur Einstimmung, auch keine schlechte Idee. Wie wär's mit einer kleinen Aufmerksamkeit für die Besucher? Und wenn ja, was? Ed brachte die wunderbare Idee ein, am Ende des Konzertes einen Weihnachtsklassiker als stimmungsvollen Abschluß auf die Liste zu setzen. Einen, den er vor langer Zeit schon einmal mit Herbert gespielt hatte. Aber das mußte natürlich auch erst geprobt werden. Ziemlich schnell merkten alle, dass das Ganze offensichtlich eine nicht ganz einfach zu lösende Herausforderung darstellte.
Der Friedrichstadtpalast stand als Veranstaltungsort schon fest, und die dort vorhandene Technik sollte nach Möglichkeit auch genutzt werden. Das bedeutete in jedem Fall viel Arbeit, Organisation und Einsatz. Für jeden der Beteiligten, besonders aber für das Büro und die Techniker begann eine nervenaufreibende Zeit. Dutzende Telefongespräche, Lokaltermine, Absprachen fanden statt. Pressetermine mussten vereinbart und absolviert werden, Dirk Schmitt und Micha Kiefert schlugen sich die Nächte um die Ohren, um ein ansprechendes Bühnenbild samt Licht zu fabrizieren. Micha Schwandt war häufig unterwegs, um die technischen Absprachen zu treffen und die Kosten mußte er auch im Auge behalten. Die Band probte noch mal mit Ed, auch wenn die Veranstaltung in den Wühlmäusen schon so etwas wie eine Generalprobe war.
Das Fernseh-Team befragt Fans vor dem Konzert
Inzwischen hatten sich auch alle darauf geeinigt, dass die kleine Überraschung für die Besucher eine Single von Karat sein sollte. Aber natürlich nicht einfach so, sondern mit Autogramm. Das hieß, die Jungs trafen sich bei Adele im Büro und signierten einen ganzen Nachmittag lang hunderte CDs. Der 17. Dezember begann dann für die Techniker sehr früh am Morgen. Im Vergleich zu anderen Konzerten würde sich das Ganze hier doch etwas schwieriger und aufwendiger gestalten. Da war es schon besser, etwas mehr Zeit einzukalkulieren, es konnte jederzeit etwas nicht klappen oder sich Schwierigkeiten einstellen, mit denen vorher niemand gerechnet hatte. Niemand wollte ein Risiko eingehen. Auch die Band hatte beschlossen, für den Soundcheck soviel Zeit wie möglich einzuplanen, es mußte ja doch noch einiges probiert werden. Auch sonst war hinter den Kulissen ein reges Treiben zu beobachten und ein Fernsehteam begleitete die Musiker. Die Zeit lief davon, jede Menge Organisatorisches war noch zu erledigen, es gab mehrere Fototermine zu absolvieren, essen mußte man ja auch mal was, umziehen, einstimmen, noch eine kurze Umarmung hinter der Bühne, und dann war es schon so weit...
Karat live auf der Bühne
Über das Konzert selber muss ich an dieser Stelle nicht viel sagen, da gibt es wunderbare Berichte von Fans, die die Stimmung auf beeindruckende Weise eingefangen und wiedergegeben haben (u.a. ein Bericht bei www.deutsche-mugge.de, Anm. d. Red.). Der letzte Ton verklang, Beifall wurde laut, es hatte alles funktioniert, bis auf hier und da... aber das ist eben live... Strahlende Gesichter, bei der Band, bei den Fans und auch bei der Crew... aber das hatten wir schon...
An dieser Stelle ein ganz, ganz großes Dankeschön an alle, die mitgeholfen haben, aus diesem Abend ein unvergessliches Erlebnis zu machen, nicht zuletzt auch an die Fans, die so zahlreich erschienen sind und eine wundervolle Stimmung verbreitet haben.

Fotos: Jana Leuthold & Dietmar Meixner