![]() Heavy Metal / Hardrock
- Oliver "Olli" Hippauf (voc) seit 2003 - Ralf Klein (g, voc) seit 1985 - Alexander Kopp (g) seit 2008 - Hanjo Papst (bg) bis 1985/seit 1987 - Simon Mengs (dr) seit 2010 Ehemalige Musiker: - Tobias "Tobser" Nehmer (voc) bis 1985 - Frank "Fips" Viebach (dr) bis 1986 - Michael werner (g) bis 1986 - Detlef Wittenburg (voc) bis 1989 † - Michael Fleischmann (bg) - bis 1986 - Carsten Tauchert (bg) 1986 - Lutz "Roger" Rödiger (g) 1987 bis 1989 - Frank Basner (dr) 1987 bis 1988 - Ralf "Cosmos" König (voc) 1988 - Rico Sauermann (dr) 1988 bis 1995 † - Martin Rödiger (g) 2002 bis 2004 - Maik Poppel (dr) 2002 bis 2004 - Roland Jurack (g) 2004 bis 2008 - Steffen Jurack (dr) 2004 bis 2008 - Patrick W. Engel (dr) 2008 bis 2010 Biographie: Die Erfurter Heavy Metal-Band MACBETH wurde 1985 in der Besetzung Tobias "Tobser" Nehmer (voc, später Mitbegründer von ROCHUS), Ralf Zeidler (g), Hanjo Papst (bg) und Frank Fiebach (dr) gegründet, doch schon bald kam mit Michael Werner ein zweiter Gitarrist dazu. Mit Detlef Wittenburg wurde dann ein charismatischer Frontmann gefunden, aber die Band absolvierte die Einstufung im Oktober 1985 noch mit Tobias Nehmer, weil Detlev Wittenburg sich die Gesangsparts nicht innerhalb von ein paar Tagen aneignen konnte. Kurz nach der Einstufung zur Amateurband der Oberstufe mußte also Tobias Nehmer MACBETH verlassen. Mit Detlev Wittenburg als Frontmann konnte die Band dann ihre Popularität enorm steigern, doch weil Heavy Metal in der DDR als "Konterrevolution" angesehen wurde, ließ der Ärger mit der Obrigkeit nicht lange auf sich warten. Hanjo Papst wurde Ende 1985 zur Armee eingezogen und schließlich durch Micha Fleischmann ersetzt, der die Band durch Einbringung einer Anlage und eines LKW in die Lage versetzte, Konzerte geben zu können. Schon bald gab es die ersten regionalen Verbote wegen "Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit"¹, für welche die Anhänger der Band verantwortlich waren. Die Konzerte waren "charakteristisch für eine Dokumentierung westlicher Dekadenz und damit in Zusammenhang stehender rowdyhafter Verhaltensweisen."¹ Da alle Veranstaltungen damals polizeilich angemeldet werden mußten, kam es schnell zu dem Zustand, daß MACBETH keine Auftritte mehr genehmigt wurden und somit nur noch im Proberaum musizieren konnten. Aus diesem Grunde verließ Micha Fleischmann im Juni 1986 die Band und dem "Ministerium für Staatssicherheit" wurde durch einen sogenannten "Informellen Mitarbeiter" über "größere Probleme zwischen den einzelnen Mitgliedern"¹ berichtet.
Nun wurden von den Behörden Maßnahmen "zur Disziplinierung bzw. Liquidierung"¹ eingeleitet, die "eine weitere Öffentlichkeitswirksamkeit dieser Rockformation"¹ verhindern sollten, was letztendlich zum Entzug der Spielerlaubnis Anfang November führte. Zusätzlich wurde noch die Zulassung des bandeigenen LKW's eingezogen, der Proberaum mit Androhung einer Räumungsklage gekündigt und ein Bußgeld verhängt. Ein Protestbrief (Eingabe) an Erich Honecker blieb unbeantwortet. Auch ein von der Band beauftragter Anwalt klärte die Band über die Sinnlosigkeit rechtlicher Schritte auf. Carsten Tauchert stellte daraufhin einen Ausreiseantrag, Frank Viebach wechselte zu PRINZZ und Michael Werner wurde zur Armee eingezogen. Somit waren nur noch Detlev Wittenburg und Ralf Zeidler übrig, die nun auf einem großen Schuldenberg saßen. Nach einiger Zeit entschloß man sich jedoch zum Weitermachen und noch vor Beendigung seiner Armeezeit stand Hanjo Papst wieder als Bassist zur Verfügung. Lutz "Roger" Rödiger (g) und Frank Basner (d) vervollständigten im Laufe der Zeit die Besetzung. Jedoch wurden die Musiker mehrfach in das "Ministerium für Inneres" vorgeladen, um ihnen die Bedingungen für die Zukunft zu diktieren. Nach der Umbennenung in CAIMAN erhielt die Band dann im Mai 1987 wieder eine Spielerlaubnis als Amateurband der Oberstufe (später erworb die Band sogar noch die Einstufung zur Sonderstufe). Doch so ganz geheuer war dies der Obrigkeit dennoch nicht, denn Detlev Wittenburg wurde Anfang 1988 wegen Diebstahl und anderen Kleinigkeiten mit einem Schaden in Höhe von 6000 Mark zu einer anderthalbjährigen Haftstrafe verurteilt, was selbst für die Rechtssprechung in der DDR unangemessen hoch erschien.
Nach der Wende verließen Hanjo Papst und Rico Sauermann die Band und das Land in Richtung Westen, dafür war der im Herbst 1989 freigelassene Detlev Wittenburg wieder verfügbar, jedoch völlig gebrochen. Man absolvierte noch zwei Konzerte in Erfurt und Bad Langensalza, wobei Mitglieder der Gruppe ROCHUS die Besetzungslücken aushilfsweise füllten. Am 16. Dezember 1989 erhängte sich dann Detlev Wittenburg nach mehreren Selbstmordversuchen im Steigerwald bei Erfurt, woraufhin die verbliebenen Musiker die Band zu Grabe trugen. Im Frühjahr 1993 kam es dann zum Comeback von CAIMAN, denn eine Reunion unter dem Banner MACBETH ohne Detlev Wittenburg konnten sich die Musiker zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen. Das erste Konzert in Sondershausen war gut besucht, doch im Laufe der Zeit merkten die Musiker, daß man mit dem alten Material allein nicht überleben konnte. Die Band steckte sich höhere Ziele und arbeitete an neuem Material, doch eine weiterer Rückschlag begrub alle Ambitionen, denn Rico Sauermann hatte sich in Frankfurt/Main aus dem 22. Stock eines Hochhauses gestürzt. Die Musiker beerdigten einen guten Freund und die Band.
Heute spielen MACBETH in der Besetzung Oliver "Olli" Hippauf (v), Ralf Klein (g), Alexander Kopp (g), Hanjo Papst (b) und Simon Mengs (d), erfreuen die stetig wachsende Fanschar weiterhin mit energetischen Auftritten und planen einen baldigen Nachfolger ihres viel beachteten Albums "Gotteskrieger". ¹ Original-Zitate aus den Akten des "Ministeriums für Staatssicherheit" MACBETH im Internet: - off. Webseite der Band: HIER
Die Diskographie:
Unveröffentlichte Songs:
- "Alraune" (1987) - "We Trash" (1988) - "Fight For Your Right" (1988) |