
Pop / Disco
Biographie:
Arnulf Wenning und die Musik sind schon seit Kindertagen des Sängers eine fruchtbare Allianz. Bereits zu Schulzeiten interessiert sich Wenning für die Musik der Les Humphries Singers, fand seine Inspiration bei Gruppen wie der College Formation, Modern Soul Band oder Stern-Combo Meißen, und reist diesen Bands damals zu ihren Konzerten hinterher.
Selbst als Musiker aktiv wurde Wenning Ende der 70er, als er den Gitarristen Michael Hohmann in Magdeburg traf. Schnell stellte man fest, dass man auf einer Welle funkte, und suchte weitere Gleichgesinnte. Diese waren schnell gefunden und die Gruppe "Gatalula" war geboren ("Gatalula" stand übrigens für "Ganztageslustlatte"). Die Gruppe bestand aus zwei Konzertgitarristen, einem Bassisten, einem Percussionisten, einem Flötisten und ihm als Sänger. "Gatalula" spielte fast ausschließlich eigene Kompositionen und erspielte sich schnell eine treue und stetig wachsende Fanschar. Wenning verließ die Gruppe nach zwei Jahren, um ein Studium an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar zu beginnen.
In der ersten Zeit spielte Wenning aushilfsweise in verschiedenen Weimarer Bands. Lutz Winkler, Gründer der Gruppe Reggae Play und langjähriger Bekannter Wennings aus früheren Bands, fragte bei Arnulf nach, ob er sich vorstellen könnte, den Job des Sängers in seiner Band zu übernehmen. Bei Reggae Play gab es zu diesem Zeitpunkt einen größeren Umbruch, und Winkler erinnerte sich an seinen Kollegen. Wenning stieg noch während seines Studiums bei Reggae Play ein und wurde der neue Sänger der Band. Gemeinsam mit Klaus Wehrmann, Harry Pieler, Lutz Winkler, Ferry Grott, Frank Fritzsch und Jürgen Rohmeis begann für Wenning und Reggae Play eine erfolgreiche Zeit. Die ersten gemeinsam geschriebenen Songs wurden umgesetzt und mit ihrer Mischung aus Reggae, Pop, Comedy und Rock begeisterte die Band schnell ein größeres Publikum. Zwischen Wennings Einstieg bei Reggae Play im Jahre 1980 und seinem Ausstieg im Jahre 1984 war der Künstler an einigen Rundfunkproduktionen beteiligt, z.B. der berühmten "Fahrradtour".
Arnulf Wenning wollte sich Mitte der 80er musikalisch neu orientieren und beschloss, eine Solokarriere zu starten. Kurz nach seinem Ausstieg bei Reggae Play kam es zu einer Zusammenarbeit mit der Popsängerin Tina (Portrait: HIER) unter dem Projektnamen "Traumboot". Diese Zusammenarbeit hielt aber nur kurz... Nach einem Treffen mit dem Erfolgskomponisten Arnold Fritzsch (Portrait: HIER) kam es zur Zusammenarbeit zwischen den beiden. Fritzsch nahm mit Wenning in seinem Studio die Titel "Rot so rot" und "Eisdame" auf. Letztgenannter Song wurde zu seinem größten Erfolg in der DDR. Das Lied belegte in verschiedenen Wertungssendungen Platz 1 und wurde auf Wennings ersten Plattenveröffentlichung, einer AMIGA Quartett-Single, mit drei weiteren Songs veröffentlicht. "Rot so rot" hingegen war der grösste internationale Erfolg für den Sänger. Der Song lief in den Diskos vieler Länder des Ostblocks rauf und runter, egal ob in der SU, Bulgarien, Polen oder CSSR...
Zwischen 1985 und 1987 hatte der Sänger Fernsehauftritte und Live-Konzerte in der DDR, Ungarn, Polen, CSSR, Bulgarien, Syrien, Jordanien, Mongolei und der Sowjetunion. Trotz vollem Terminkalender produzierten Wenning und Fritzsch das Soloalbum "Arnulf Wenning", das 1987 bei AMIGA erschien. 1988 gewann der Künstler das Internationale Schlagerfestival in Dresden, und bis zur Wende war Wenning fast ausschließlich in Sachen "Musik" unterwegs. Eigentlich sollte ein zweites Album folgen, doch es kam die Wende und die Pläne wurden über den Haufen geworfen. Wie fast alle Künstler aus der DDR fiel auch Wenning beruflich in ein tiefes Loch. Das Interesse an der Musik und den Konzerten mit ostdeutscher Musik lag völlig am Boden, weshalb der Sänger die Schlager-Beat Kapelle "Arni & die Schlagersterne" gründete. Mit dieser Band wurden Schlagerhits der 60er und 70er in moderner Form gespielt, und statt in großen Hallen spielte Wenning mit seiner Band vorrangig regional in Hotels und Festzelten.
Das Interesse an der Musik aus der ex-DDR kam Mitte der 90er wieder. Es gab viele Comebacks großer Bands und Interpreten, und auch für Arnulf Wenning zeigte die Erfolgskurve plötzlich wieder nach oben. Nach verschiedenen Bandprojekten und Jobs als Heißluftballonpilot und Fotograf konnte Wenning wieder als Gesangs-Solist von sich Reden machen. Er veröffentlichte die von Ralf "Bummi" Bursy komponierte und von Werner Karma betextete Popnummer "Nur bei mir" (B-Track: "Keiner liebt mich") als Maxi CD und begann wieder unter seinem Namen als Künstler zu arbeiten. Im Jahre 2005 entwickelte er ein Programm mit Swing-Musik. Gemeinsam mit der "Leipzig Big Band" tritt er auch heute noch im ganzen Land mit diesem Programm auf.
Anfang des neuen Jahrtausends gab es einen ersten Versuch, die Gruppe Reggae Play wiederzubeleben. Dieser Versuch schlug fehl. Erst im Frühjahr des Jahres 2009 wurde dieses Vorhaben konkret. Gemeinsam mit Lutz Winkler und Martin Müller formierte er die Kultband neu. Einen ersten Auftritt gab's dann beim "Impro im Stadtpark"-Festival, und in der Folge diverse Live-Auftritte mit dem Programm "KINO, SPASS & FKK". Sowohl die Gruppe Reggae Play als auch Arnulf Wenning als Solist sind heute wieder gut im Geschäft.
Interpreten:
- Arnulf Wenning im Gespräch mit Deutsche Mugge (2008): 
Weiterführende Links:
- Portrait über die Gruppe Reggae Play: 
Ausgewählte Konzertberichte:
- REGGAE PLAY beim "Impro im Stadtpark"-Festival am 12 September 2009: 
- REGGAE PLAY live am 19. Februar 2010 in Dresden: 
Arnulf Wenning im Internet:
- die offizielle Homepage des Sängers: www.arnulfwenning.de
Die Diskographie:
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Titel: "Eisdame" (Amiga Quartett)
Format: Single
Label: AMIGA
Erschienen: 1986
Titel: Seite 1: "Eisdame", "Mädchen" - Seite 2: "Rot so rot", "Frau und Mann" |
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Titel: "Komm und fühl' die heiße Nacht"
Format: Sampler / Kopplung
Label: Amiga
Erschienen: 1986
Anmerkung: Arnulf Wenning ist auf dieser Kopplung mit dem Titel "Rot so rot" vertreten. |
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Titel: "Die großen Erfolge 1986"
Format: Sampler / Kopplung
Label: Amiga
Erschienen: 1986
Anmerkung: Arnulf Wenning ist auf dieser Kopplung mit dem Titel "Eisdame" vertreten. |
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Titel: "Pop Palast"
Format: Single (e.p.)
Label: AMIGA
Erschienen: 1987
Titel: Seite 1: "Wind im Gesicht" (Ralf Bursy), "Immer am Ball" (Jürgen Karney & Wolfgang Lippert) - Seite 2: "Du könntest es sein" (Ines Paulke & Arnulf Wenning), "Miss-Wahl" (Possenspiel) |
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Titel: "Arnulf Wenning"
Format: Album
Label: AMIGA
Erschienen: 1987
Titel: Eisdame - Lady Cool - Die Mädels sind scharf drauf - Rot so rot - Du könntest es sein - Infanta Marina - Romanze in Rot - Frau oder Mann - Mädchen - Afrika Mann - Die Liebe wird siegen |
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Titel: "Die großen Erfolge '88"
Format: Sampler / Kopplung
Label: AMIGA
Erschienen: 1988
Anmerkung: Arnulf Wenning ist auf dieser Kopplung mit dem Titel "Die Liebe wird siegen" vertreten. |
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Titel: "Nur bei Dir"
Format: Single
Label: EV
Erschienen: 1994br>
Titel: Nur mit Dir (Single Version) - Keiner liebt mich (Single Version) - Nur bei Dir (Karaoke Version) - Keiner liebt mich (Karaoke Version) |
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Titel: "Bad, Bad Leroy Brown"
Format: Single
Label: EV
Erschienen: 2004
Titel: "Bad Bad Leroy Brown", "That's Life"
Anmerkung: Promo CD Maxi mit zwei Titeln aus Arnulfs Swing-Programm. |
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Titel: "Arnulf Wenning"
Format: Album
Label: AMIGA
Erschienen: 2007
Titel: Eisdame - Lady Cool - Die Mädels sind scharf drauf - Rot so rot - Du könntest es sein - Infanta Marina - Romanze in Rot - Frau oder Mann - Mädchen - Afrika Mann - Die Liebe wird siegen - Eisdame 2007 - Bad Bad Leroy Brown - That's Life |
Quelle der Fotos 2 bis 4:
www.arnulfwenning.de
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