![]() Jazzrock / Akustikrock
- Eberhard Klunker (g) - Olaf Wegener (g) Ehemalige Musiker: - Klaus Renft (bg) - Christiane Ufholz (dr, voc) - Thomas "Monster" Schoppe (voc) Biographie: Die Gruppe Windminister wurde u.a. von Eberhard Klunker und Olaf Wegener in West-Berlin gegründet. Der Name ist eine Anspielung auf die Flucht der beiden Musiker aus der DDR in den 70ern. Klunker und Wegener begannen ihre Karriere in der DDR als Amateurmusiker. Eberhard Klunker war zuerst bei Klaus Lenz, später bei Modern Soul und als letzte Station vor seiner Flucht in der Hansi Biebl Band. Olaf Wegener spielte bei Medoc und Reinhard Lakomy, bevor er Teil der Hansi Biebl Band wurde. Beide begannen als Autodidakten und studierten später (mit Abschluss an der Musikhochschule in Berlin-Friedrichshain). Nicht nur, dass sie bereits seit vielen Jahren befreundet waren und gemeinsam Musik machten, sie waren (und sind es noch heute) ein eingespieltes Team. Ohne diesen Zusammenhalt wäre das, was am 11. September 1975 passierte, wohl nicht so erfolgreich zu Ende gebracht worden. Mit einer abenteuerlichen, 16-stündigen "Bootsfahrt" im Schlauchboot über die Ostsee gelang den beiden Musiker nämlich die Flucht aus der DDR. Diese spektakuläre Flucht wurde anschließend in der BRD von den Medien tagelang als Topstory verarbeitet. Die beiden Musiker ließen sich in West-Berlin nieder, und in der DDR fast alles zurück, was ihnen lieb und teuer geworden war. U.a. auch eine erfolgreiche Karriere, denn mit der Hansi Biebl Band hatten sie sich bereits einen guten Namen erspielt, und die Band war gut gebucht. In der BRD standen sie vor einem kompletten Neuanfang. Gute fünf Jahre später waren auch Christiane Ufholz (ehemals LIFT), Klaus Renft und Thomas Schoppe (beide ehemals Klaus Renft Combo) aus der DDR ausgereist. Gemeinsam mit Klunker und Wegener gründeten sie die Gruppe "Windminister" und unternahmen einen Versuch, auch im Westen ihren "erlernten" Berufen nachzugehen. Doch der Versuch endete bereits nach dem ersten und einzigen Konzert der noch jungen Band im West-Berliner "Quartier Latin". Das Konzert war wenig erfolgreich und das Bandprojekt "Windminister" war deshalb (vorerst) gescheitert. Was zu dem damaligen Zeitpunkt aber noch keiner wusste war, dass in das Konzert-Publikum Stasi-Mitarbeiter eingeschleust wurden, um gegen die Band schlechte Stimmung zu machen. Dies kam erst später durch Recherchen der Musiker heraus.
Das erste Album "Bootsmann" erschien 2004 bei dem Label "harp" und wurde in den USA zu einem wahren Verkaufsschlager. Die Nachfrage nach "Bootsmann" war insbesondere dort sehr groß. Die Platte an sich ist mit viel Liebe zum Detail produziert worden. Das Album ist nicht grundlos als SACD (Super Audio Compact Disc), also als audiophiler Tonträger veröffentlicht worden. Die Musiker wollten bei einer Veröffentlichung ihrer Musik auf Tonträger, dass der Hörer in die Lage versetzt wird, jeden einzelnen Ton auch wirklich zu erleben. Dies ist ihnen auf "Bootsmann" auch tatsächlich gelungen. Neben den Verkaufserfolgen in den Staaten bekam die Gruppe für ihr Album auch durchweg gute Kritiken. Eine Besonderheit am Rande: Obwohl Christiane Ufholz schon lange kein Mitglied der Gruppe Windminister mehr ist, war sie trotzdem an der Entstehung des 2004er Albums "Bootsmann" aktiv beteiligt. Auf dem Cover der CD ist ein von Christiane Ufholz gemaltes Bild zu sehen, das zwei Männer in einem Boot auf dem Meer zeigt. Es stellt die Flucht der beiden Musiker im Spätsommer '75 dar. Die beiden Musiker selbst haben ihre Flucht über die Ostsee in dem Song "Bootsmann" musikalisch verarbeitet. Anfang der 80er eigentlich als Rockband gegründet, spielt das Duo "Windminister" heute jazzorientierte Gitarrenmusik in Verbindung mit klassischen Elementen. Dabei legen Klunker und Wegener ausgesprochen großen Wert auf Originalität und verzichten daher auf jegliche technischen Hilfen. Windminister spielen ausschließlich eigene Songs! WINDMINISTER im Internet: - off. Homepage
Die Diskographie:
Fotos::
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Fotos: Dietmar Meixner
(bis auf das von 1980: Bandarchiv) |