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Dietmar unterwegs bei... "CANAPÉ"
Samstag den 19. April führte mich mein Rückweg von einem Konzertwochenende über Leipzig. Was lag also näher, als in meiner alten Heimatstadt einen Halt einzulegen. Die Leipziger Südvorstadt mit ihren irren Kneipen und Treffpunkten war da genau der richtige Ort. Denn hier findet es statt, das wahre Leben, Abends in den Kneipen und Klubs. Das Auto vor dem VEB Leipziger Feinkost abgestellt, erwartete ich meine Gäste. Telefonisch hatte ich sie mir eingeladen und hoffte nun auf ihr kommen. Da stand plötzlich Sebastian Haak vor mir. Nach entsprechender Begrüßung begaben wir uns ins Volkshaus und suchten einen ruhigen Tisch aus.
Ja wer sind nun die andere Mitglieder der Gruppe außer Sebastian am Schlagzeug? Stephan Schober (Gesang) , Martin Günther (Gitarre), Tobias Krumscheid (Keyboard) und Michael Kullmann (Bassgitarre). Und wie soll man ihre Musik beschreiben? Es ist gitarrenbetonter Rock mit guten deutschen Texten. Die Einflüsse von Rio Reiser, Keimzeit, Element of Crime, The Clash und auch den Rolling Stones sind nicht zu überhören. Trotzdem, es ist eine eigenständige Musik, die rockig, melodisch und mit gehaltvollen deutschen Texten versehen ist. Texte die es allein Wert sind sich ein Lied gleich mehrfach hintereinander anzuhören. In "Zu müde" wird die Teilnahmslosigkeit gegenüber der heutigen Welt geschildert, die sicher öfters anzutreffen ist. In "Seifenblasen" kommt der Gesang von Stephan besonders gut rüber, die ständigen Rhythmus-Wechsel machen süchtig nach diesen Song, in dem es um Träume geht. Ganz stark gemacht. Titel wie z.B. "1000 Meilen" sind wieder sehr melodisch angelegt. "Lieber wütend" ein sehr schönes Solo-Stück von Stephan.
Die Lieder stammen fast ausnahmslos aus der Feder von Stephan Schober (auch die Texte !!). Da ja einige der Mitglieder von der Haase Band kommen, ist natürlich auch hier ein kleiner musikalischer Einfluss spürbar. Glück haben sie mit dem Proberaum, denn im Zentralantiquariat Leipzig haben Sie eine Probemöglichkeit, um die sie viele andere Bands beneiden werden. Wie es zu dem Bandnamen kam? Jeder machte mehrere Vorschläge und für einen entschied man sich schließlich. Ich kann nur sagen es ist eine frische rockige Musik, die souverän vorgetragen keine Langweile aufkommen lässt. Freunde guter Texte werden hier auch verwöhnt. Da ist eine wunderbare Musik die auf uns wartet. Ich wünsche Canapè einen guten Start und viele Fans bei ihren Konzerten. Nach zwei Stunden hieß es Abschied nehmen, und auf der Rückfahrt Richtung Berlin kreisten meine Gedanken natürlich schon um mögliche neue Gäste bei der nächsten Konzerttour über Land. Wer sich über Canapè informieren will, und auch mal ihre Musik hören möchte, dem sei folgender Link an Herz gelegt: www.myspace.com/canapemusik |