Melodie & Rhythmus stellt
vor: Cäsars Rockband

(aus Melodie & Rythmus 9/1983 und 5/1984)

Beitrag aus "Melodie & Rhythmus" (9/1983):
Cäsars Rockband stellte sich auf der VII. Leistungsschau der Unterhaltungskunst in Magdeburg vor. Sie existiert seit Mai dieses Jahres und wurde in's Leben gerufen von "Cäsar" Peter Gläser (ehemals Gruppe "Karussell"). Wolfram Dix (dr), Jürgen "Paul" Dinter (voc, g), Knut Steyer (keyb, voc), Bernd Herchenbach (bg, voc), sowie Gregor und Steffen Winkler und Michael Gander an der Technik, sind seine neuen Weggefährten.
Cäsars Rockband vereint Musiker unterschiedlicher Generationen mit jeweils verschiedenen Erfahrungen und Ansichten. Knut und Paul spielten vorher in Leipziger Amateurbands, Bernd bei "Modern Soul", Uschi Brüning und der "Schubert-Band", während Wolfram eigentlich vom Jazz kommt.
Übrigens versteht Cäsar die Gruppe nicht als Begleitband, sondern als Möglichkeit gegenseitiger Herausforderung. So tritt z.B. Paul ebenfalls als Komponist und Sänger der Band in Erscheinung. Ihre Texte stammen aus der Feder von E. Pfeifer, Angela Herchenbach und Alfred Rösler. Inzwischen gibt es erste Rundfunkproduktionen.






Bericht aus "Melodie & Rhythmus" (5/1984):
"Cäsar" Peter Gläser hat nächte- und tagelang nachgedacht über sein Konzept. War nicht ansprechbar, für keinen. Das war im Dezember. Eine "neue Art Musik" will er produzieren. Jazz, Rock und Pop im Blueskleid. So ungefähr. Dabei geht es ihm nicht in erster Linie um Handwerk. Der Inhalt ist wohl der entscheidende Punkt.
Cäsar: "Es gibt Bücher, die sind handwerklich perfekt, unendlich akkurat geschrieben, aber leer... So ist es auch in der Musik."
Nun kann man diese "neue Musik" nicht allein schaffen. Man braucht dazu Leute. Also eine Band. Musikanten, die das gleiche wollen, jeder für sich und für alle. Oder: Für alle und für sich?
Das ist das Problem: Zurückstecken können. Und: Miteinander reden können. Über alles. Auch über das Zurückstecken. Das ist schwer. Für manche unmöglich. Keiner soll sich unterrepräsentiert fühlen. Und doch gibt es nur eine Nummer Eins. In diesem Fall ist das Peter Gläser. Zweifelsohne: Ihn will das Publikum. Er gibt einer Gruppe seine unverwechselbare Prägung. Wo Cäsar spielt, ist es Cäsars Band, Cäsars Rockband.
Seit Dezember 1983 hat "Cäsar" Peter Gläser seine neue, eine gute stabile Backingband mit "Alma", "Mücke" und "Kriese" (ehemals "Passion"). Sichere Musikanten, offen für Experimente und Gespräche, kreativ und intensiv im Proben– und Bühnenspiel. Jeder ordnet sich ein, hat seinen Platz, füllt ihn voll aus. Mit dieser Einordnung erhöht sich jeder Musikant selbst, zugunsten der Band.
Eine komplexe, instrumental differenziert hör– und erlebbare Leistung ist im Entstehen.




Übernahme des Textes mit freundlicher Genehmigung der "Melodie & Rhythmus"