Zum Titelbild: Corina Chiriac
(aus Melodie & Rythmus 7/1977, Autor: Iris Ebert)



Bereits über 30 Mal war sie in der DDR zu Gast. Beim Internationalen Schlagerfestival Dresden '75 konnte sie einen dritten Preis mit nach Hause nehmen. Seitdem verhalfen ihr zahlreiche Konzertauftritte, Fernsehproduktionen und öffentliche Rundfunksendungen in unserer Republik zu großer Popularität. Vor kurzem weilte nun Corina Chiriac erstmals zu Rundfunkaufnahmen in den Studios des Berliner Funkhauses.

Von Kindheit an mit diesem Metier vertraut - die Eltern sind Musiker - gab es für Corina nur einen Berufswunsch, der sich 1956 erfüllte: Sie wurde an der Künstlerischen Universität ihrer Heimatstadt Bukarest immatrikuliert und studierte vier Jahre lang Violine und Klavier. Den Abschluss in der Tasche, schloss sich ein vierjähriges Schauspielstudium an der gleichen Universität an. Es folgte ein Jahr Praxis am Studententheater "Casandra". Doch schon in dieser Zeit wurde man auf Corina als Sängerin aufmerksam. Der große Durchbruch gelang 1970 beim rumänischen Fernsehwettbewerb "Sterne ohne Namen". Noch im selben Jahr debütierte die junge Sängerin beim Schlagerfestival in Brasov. Ein zweiter Preis bestätigte ihr Können.

Mit Fleiß erarbeitete sich Corina Chiriac ein Repertoire, das sowohl rumänische Titel als auch international bekannte Erfolgsschlager und Songs beinhaltet - und bald schlossen sich Produktionen im Fernsehen, im Rundfunk (etwa 50 Titel) und bei der Schallplatte (zwei LP) an.

Ihre besondere Liebe gilt dem romantischen und poetischen Lied sowie dem rhythmischen Schlager. Zweimal im Jahr geht die Interpretin auf mehrwöchige Tournee im eigenen Land; sie braucht den unmittelbaren Kontakt zum Publikum als Gradmesser ihrer Arbeit. Dazu kommen Gastspielreisen in das sozialistische Ausland und die Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben (1975 ein erster Preis in Sopot). Darüber hinaus findet Corina noch Zeit, Filme zu drehen und jährlich (seit 1972) eine eigene Show im Rumänischen Fernsehen zu gestalten.




Übernahme des Textes mit freundlicher Genehmigung der "Melodie & Rhythmus"