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Kennt Ihr SCIROCCO? (aus Melodie & Rythmus 5/1973)
SCIROCCO ist kein Senkrechtstarter über Nacht, dazu waren wohl zu komplizierte Probleme in der eigenen Entwicklung zu lösen; auch muss die jetzt begonnene musikalische Ausbildung abgeschlossen werden, und ein so fachkundig und engagierter Berater wie Bernd Maywald fiel auch nicht sofort vom Himmel. Das Gros der Freizeit und so mancher Urlaubstag müssen dran glauben - für Proben und Auftritte; Diskussionen mit ihrem Publikum sind Gang und Gäbe. Die SCIROCCOS versuchen unterschiedlichste Wünsche zu erfüllen, ohne sich selbst dabei untreu zu werden. So spielen sie weiter und immer wieder die "Tanten", ihren Erfolgstitel nicht nur einer Saison. Für ihre musikalische Arbeit sind ihnen zum Vergleich u.a. die Lieder der "RENFTS" wegen ihrer melodiebetonten Linie und PUHDYS-Titel als Gegenpol wichtig. Die SCIROCCOS sind allesamt junge Leute, die an der Werkbank stehen. Arbeiter - fast ausnahmslos -, die Berufsmusiker werden möchten. Echte Freunde, die zusammen gehören, die zum Teil schon seit sieben Jahren zusammen spielen: Volker Thiele (Chef, Gesang), Hendry Wendt (Rhythmusgitarre, Gesang), Michael Gebhardt (Bassgitarre), Norbert Wolf (Melodiegitarre), Klaus Döring (Schlagzeug), Werner Dietz (Orgel, Posaune, Klavier) und zeitweilig Karin Thiele (Gesang). Was die SCIROCCOS außer Musik mögen? Autofahren, Fußball, schöne Landschaften und Aquaristik, Kunstgeschichte und Literatur. Die Baruther Gruppe hatte sich um die Teilnahme an der FDJ Werkstattwoche der Amateur-Combos im vergangenen Herbst beworben - es erfolgte keine Einladung, die FDJ Bezirksleitung kannte die Gruppe nicht... aber Schwamm darüber! Der FDJ Zentralrat hat SCIROCCO in der Festivalvorbereitung nicht vergessen. Zum Wochenende ziehen sie muggend durch die Lande, engagiert von Jugendklubs und Dorfgastwirten. Doch die SCIROCCOS sind ehrgeizig, sie haben noch viel vor. Das wird natürlich weiter einher gehen müssen mit Fleiß und Überlegungen verschiedenster Art; noch beurteilen sie ihre Musik und ihr Publikum zu undifferenziert. Wer SCIROCCO hört, wird ihre Musik schnell zwischen anderer erkennen; aber wenn die Gruppe auch in einer ihr eigenen Richtung musiziert, so will sie sich nicht festlegen lassen und noch manchen Hopser in andere Klangfarben versuchen. Übernahme des Textes mit freundlicher Genehmigung der "Melodie & Rhythmus" |