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"Wenn die Musik vorbei ist, dreh' die Lichter aus" - Heute vor 40 Jahren ist das mit JIM MORRISON geschehen, einfach so. Jim wurde nur 27 Jahre alt.
Jim Morrison, der Sohn eines Admirals, sah sich selbst als Poet. Er schrieb Gedichte und er vertonte sie. Es waren meist düstere Zeilen und oft bedrohliche Inhalte, die er in Worte fasste. Manches davon war so chaotisch und unglaublich, dass amerikanische Behörden auf die Musik der DOORS, die er gemeinsam mit RAY MANZAREK (keyb) gründete und zu denen ROBBY KRIEGER (guit) sowie John Densmore (dr) stießen, aufmerksam werden mussten. Mit "(Come On Baby) Light My Fire" gelang ihnen der internationale Durchbruch und mit "Riders On The Storm" wurden sie berühmt. Jim Morrison, der Sänger und Frontmann, galt der Jugend jener Zeit als Sexsymbol, der seine Träume, Visionen und Ängste in Worte kleidete und damit exakt den Nerv von uns jugendlichen Rebellen, die wir zu sein glaubten, traf. Die überlange Version von "The End" wurde Kult und die bürgerliche Welt der USA sah sich ihrer Scheinmoral entblößt, denn es ging um nichts geringeres als Inzest. Das durfte nicht sein, und dass jemand davon öffentlich sang erst recht nicht.
Wenn es je Idole in der Rockmusik gab, dann war JIM MORRISON ein solches Idol und eines von mir. So weit weg, aber durch seine Musik in mir und durch manches seiner Worte war er so, wie wir gern gewesen wären. Ich möchte auch nicht wissen, wie Jimi Hendrix heute Gitarre spielen und Janis Joplin den Blues aus sich heraus reißen würde. Sie sollen so in meiner Erinnerung bleiben, wie ich sie mir vorgestellt habe und aus dem gleichen Grund möchte ich auch nicht wissen, wie Jim Morrison heute auf einer Bühne aussehen könnte. Für mich wird er immer langes wirres schwarzes Haar und später einen Bart haben. Er wird enge schwarze Lederhosen tragen, sich lasziv tänzelnd auf der Bühne bewegend uns seinen "Alabama Blues" erzählen. Er wird schwitzen und stöhnen und wenn ich dann genau hinhöre, höre ich ihn flüstern "when the music is over, turn out the lights". Das werde ich machen, aber vergessen - niemals! (Hartmut Helms, 03. Juli 2011) |